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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
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worden/ und daß von jener Höhe vollkommener Selig-keit in das Jammerthal des sterblichen Lebens vermit-tels eigenen Wollens er hinuntergcsunkcn sey: jedoch sounterschiitterlich fest mein Glauben in dieser Sache ist,habe ich gleichwohl noch keine anschauliche Erkenntnisdavon / und deßhalb wäre mir sehr unlieb / wenn dunothwcndig fändest/ die ernstliche Untersuchung diesesGegenstandes noch länger aufzuschiebcn,

XII.

Ein längerer Aufschub dieser Untersuchung wäre aberdeswegen mir um so unlieber / als sehnlicher aus deinemMunde gerade itzt ich zu vernehmen wünsche / was garsehr mir am Herzen liegt/ nämlich/ warum gerade wir/die offenbar unwcise find / niemals Weise gewesen wa-ren / und somit nicht als solche angesehen werden kön-nen / welche von der Höhe der Tugend fich hinunterge-stürzt/ und fich freywillig der Begierlichkeit in denDienst gegeben haben / gleichwohl so herbe Strafenerdulden müssen. Aug. Du! sprichst/ als wenn eS eineausgemachte Sache wäre/ wir scyen niemals weise ge-wesen; du denkest vermuthlich nur an die Zeit diesesgegenwärtigen Lebens ? Allein die Weisheit ist ja in derSeele / und ob die Seele nicht / schon che fie mit die-sem Körper vereiniget wurde / ein anderes / und zwarein weises Leben geführt habe / ist eine große Frage,ein tiefes Gehcimniß/ welches seiner Ortes eine scharf-