während dem die Macht der Leidenschaften tyrannischwüthct/ und durch verschiedene und einander entgegen-gesetzte Stürme das innere und nutzere Leben des Men-schen in Verwirrung bringet,; dort Furcht/ hier Sehn-sucht; dort Augst/ hier eitle und grundlose Freude;dort Schmerz über den Verlust einer geliebten Sache/die man besaß/ hier brennende Sehnsucht nach Dingen /welche man nie besaß; dort Betrübniß erlittener ttn-bild / hier die Flamme der Rachsucht erreget: währendder Gei; — Befangenheit / die Verschwendung — Aus-schweifung/ Ehrsucht — Kricchcrcy/ Stolz — Aufblä-hung/ Neid — innere Qual/ Trägheit — Tod/ Uebcr-muth — Erbitterung/ Unterjochung — Drangsal hcr-vorbringt/ und wie sie sonst noch heißen mögen/ dieunzähligen Uebcl/ die häufig und wirksam sich einfin-dcn/ wo immer die Lust vorherrschet; sollte» / frage ich /wir wohl dieses alles'/ was' / wie du cinsichst/ jene / diemit der Weisheit nicht innigst verbündet bleiben / erdul-den müssen / als Strafe anzucrkcnnen / irgend einenAnstand nehmen? Evod. Ich halte dieses für einezwar große/ aber auch für eine eben so gerechte Strafe/besonders für denjenigen / welcher freywillig von der
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erhabenen Stätte der Weisheit hinunterstciget/ und einKnecht der Begierde wird: allein / ob Jemand freywil-lig solches gethan habe / oder noch thuc/ weiß ich nicht.Wir glauben zwar/ der Mensch sey vollkommen vonGott erschaffen / und in ein seliges Leben eingesetzet