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-er in bcyden gleich vorhandenen Vortreflichkeit wegennicht/ sondern auch deswegen nicht/ weil eine Seele/welche eine andere in die Ungerechtigkeit und in's LasterHinabstürzen will / zuerst selbst ungerecht und lasterhaft/und gerade hiedurch schwächer/ als' die andere Seele/geworden seyn muß. Aug. Deine Ansicht ist die wahre:noch ist aber die Frage von dir zu beantworte»/ ob eSetwas' vortrcflichercs geben könne/ als eine Seele mitVernunft und Weisheit. Evod. Ich glaube nur Gottallein sey noch vortrcflichcr. Aug. Dieses ist auch meineUcbcrzcugung. Indessen/ da dieser Gegenstand schwie-rig ist / und in der gegenwärtigen Untersuchung/ so un-erschütterlich fest wir immer denselben glauben/ nichtwohl zu einer anschaulichen Erkenntniß gebracht werdenkann/ müssen wir eine eigene Untersuchung ihm wid?men/ und nicht ohne Fleiß und Umsicht die Sachebehandeln.
XI.
Gegenwärtig ist indessen schon so viel gewiß / daßkein Wesen/ wie cs sonst immer beschaffen seyn möge/ungerecht seyn könne/ wofern es mit Recht über eineSeele sich erhebet/ die an Tugend stark ist. Deßwegcnwird ein solches Wesen / niemals eine Seele der Lustzu huldigen nöthigen / gesetzt auch / daß es solches ver-möchte. Evod. Dieses wird Jeder ohne allen Anstandzugebcn. Aug. Da nun ein Wesen/ welches einer ve»