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als dic Begierlichkeit / und zwar schon deßwcgen / weildas Gemiith/ falls Tugend und Gerechtigkeit scyn sol-len/ der Begierlichkeit gebiethcn muß. Evod. Auchich bin dieser Meinung. Aug. Wie/ sollen wir Anstandnehmen / jeder Tugend vor jeglichem Laster diesen Vor-zug einzuräumen/ indem wir behaupten/ die Tugendsey gerade um so kräftiger und unüberwindlicher/ alsbesserund erhabener sie ist? Evod. Wer könnte hierAnstand nehmen? Aug. Niemals wird demnach eineSeele/ in welcher das Laster herrscht/ eine Seele über-winden/ welche mit Tugend sich ausgerüstet hat? Evod.Gewiß niemals. Aug. Auch wirst du nicht längnen/daß jede Seele besser und mächtiger sey/ als was immerfür ein Körper? Evod. Keiner läugnct dieses'/ welchereinsscht / waS für ein Vorzug ein lebendes Wesen vorjedem leblosen / und ein Leben erthcilendeS Wesen vordemjenigen habe / welches das Leben bloS empfängt /was ohne viele Mühe von jedem cingesehen werdenkann. Aug. Um so weniger wird also ein Körper/ wieer immer beschaffen scyn möge / eine Seele überwinde»/die mit Tugend begäbet ist. Evod. Um so weniger/ist ganz einleuchtend. Aug. Kann aber eine gerechteSeele/ welche das eigenthümliche Recht und die Ober-herrschaft ihres Geistes schützet / eine andere Seele/welche mit gleichem Recht und gleicher Tugend herr-schet/ von ihrer Höhe hinabstürzcn/ und der Lust unter-jochen? Evod. Durchaus nicht/ und zwar nicht bloS