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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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bcr und Fuhrmänner / welche alle das' Vieh bändigen,und sich dienstbar machen; deren Fleiß cs gelingt / sogarauch das Wild zu beherrschen / für Männer solcher Artanzusehcn. Aug. Du hast an diesen unwidcrsprechlichund einleuchtend den Beweis / wie ein Mensch Gemüthhaben könne/ ohne daß sich dieses in ihm vorherrschendzeige. Alle diese haben ja Gemüth / weil sie handeln/wie man ohne Gemüth unmöglich handeln kann; aberdas Gemüth herrscht nicht in ihnen / weil sie nichtweise sind / und nur in weisen Menschen das Gemüthzu herrschen vermag. Evod. Sonderbar / daß mir vorhindie rechte Antwort nicht eingefallen ist/ obgleich wirschon früher dieses unter uns ausgemacht hatten.

X.

Doch setzen wir von da aus unsere Entwiklung fort.Wir sind bcyde überzeugt / daß in der Herrschaft desmenschlichen Gemüthcs auch die menschliche Weisheitbestehe; daß aber auch das Gemüth im Menschen/ ohnezu herrschen/ vorhanden seyn könne. Aug. Hältst dudieses Gemüth / dem/ zufolge deS ewigen Gesetzes'/ dieOberherrschaft über alle Begierden gebühret/ etwa fürweniger mächtig / als' die Lust der Begierlichkeit? Ichmeinerseits durchaus nicht/ zumal es' der vollkommen-sten Ordnung unangemessen wäre/ wenn das wenigerMächtige das Mächtigere beherrschte. Ich halte imGcgcntheil dafür/ daß das'Gemüth mächtiger seyn müße/