die Gesundheit / die Festigkeit der Glieder/ so wie auchdie Schnelligkeit und Leichtigkeit der körperlichen Bewe-gungen anbclangt/ übertrcffen Wir einige aus den Thie-ren; andern sind wir gleich; von einigen aber werden wiriibcrtroffen. Im Allgemeinen jedoch stnd wir in Bezug aufsolche Dinge den Thieren gleich. Auch das wildeste Thierverlangt zufolge seiner Lcbcnsthätigkcit nach der Lust desKörpers / und fliehet jegliche Unlust. Es gicbt andereDinge/ welche den Thieren nicht eigcnthiimlich sind/ ,aber auch im Menschen keineswegs den höchsten Gradder Vollkommenheit cinnchmen/ wie z. V. das Vermö-gen zu scherzen und zu lachen. Allerdings sind diesesEigenschaften des Menschen / aber Eigenschaften derniedrigsten Art/ wie jeder gestehen wird/ welcher vomWesen des Menschen die wahre Idee hat. So verhältes sich auch mit der Neigung nach Lob / mit der Ehr-liebc und Herrschsucht: obwohl diese bei) den Thierennicht gefunden werden / sind wir doch weit entfernt zuglauben/ diese Fähigkeit/ an solchen Dingen Vergnü-gen zu finden/ gebe uns Vorzüge vor den Thieren/zumal gerade diese Art der Vergnügungen cS ist/ answelchen / wo sie der Vernunft nicht untergeordnetbleiben/ unser Elend entspringt. Wer sollte aber inder Quelle seines eigenen Elendes den Vorzug seinesWesens suchen? Wenn also/ und wofern diese Affekteder Seele von der Vernunft beherrscht werden/ ist,Ordnung im Menschen. Unmöglich aber kann wahre
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