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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
45
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des Körpers die meisten Thiere dem Menschen weitüberlegen sind, was, sage mir doch, ist denn jenes; Etwas, welches den Menschen dergestalt auszeichnet,daß gar kein Thier ihm; er aber gar allen Thiere» zugcbicthen vermag? Ist cS vielleicht daS, was man ge-'s wohnlich Vernunft, oder Intelligenz heißt?

Evod. Ich sindc nichts anderes, falls der Vorzug des1 Menschen vor dem Thiere in der Seele liegt: wärens die Thiere seelenlos, so würde ich behaupten, daß un-! scre Seele selbst dieser unser Vorzug scy. Da nun aberl auch die Thiere Seelen haben, muß gerade da§ in deri Seele, in dessen Ermanglung die Thiere uns unterwor-fen sind, jener Vorzug scyn, welcher über die Thiere' uns erhebet, und da dieser offenbar weder etwas nichti-ges, noch unbedeutendes seyn kann, wüßte ich keinen' angemeßnern Ausdruck denselben zu bezeichnen, als V e r-nu nft. Au g. Sieh doch, wie leicht mit Gottes Hülfei dasjenige wird, was sonst für die Menschen die größte! Schwierigkeit hat! Ich selbst glaubte, ich will cS nichtverhehlen, die gegenwärtige Untersuchung, welche ichnun schon am Ziele sehe, werde uns so lange aufhal-ten, als alles das, was seit Anfang der ganzen Unter-redung gesprochen worden ist. Fasse nun wohl, daß wirin der Folge alles auf die Vernunft zurückführen: denni ich denke, cS se» dir nicht unbekannt, daß Wissennichts anderes heiße, als durch Vernunft, odervernünftig erkennen? Evod. Nichts anders.