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von deinem Leben habest? Evod. Die allergewisscste,sage ich. Aug. Kannst du anch unterscheiden zwischendeinem Leben, und der Erkcnntniß deines Lebens?Evod. Ich weiß zwar, daß Niemand um sein Lebenwissen könne, als ein wirklich Lebender; aber ob jederwirklich Lebende seines Lebens sich bewußt sey, weißich nicht. Aug. Wie sehr wünschte ich, du wüßtest,was du glaubest, nämlich, daß die Thiere keine Ver-nunft haben: dann würde die gegenwärtige Untersu-chung bald bcy ihrem Ziele seyn. Weil du aber vorgicbst,solches' nicht zu wissen, wird eine lange Untersuchungnotwendig: denn wir können über diese Sache nichthinwcggehcn, falls unsere Gedanken festen Zusammen-hang und eine wissenschaftliche Haltung haben sollen.Darum antworte mir auf Folgendes: oft sehen wir,wie wilde Thiere von Menschen gcbändigct, und nichtnur der Leib, sondern selbst die Seele des ThicreS demMenschen dergestalt unterwürfig werde, daß ans Nei-gung und Gewohnheit ein Thier dem Menschen dienet:sehen wir auch im Gegentheil, daß ein Thier, wennauch durch die Stärke seines Körpers, oder durch dieSchärfe seiner Sinne dasselbe noch so sehr ausgezeichnetwäre, den Menschen sich zu unterwerfen strebe? Selbsticnc Thiere nicht ausgenommen, welche entweder offen,oder heimlich den Körper des Menschen zu töden ver-mögen? Evod. Auf keine Weise. Aug. Wohl: aberwenn offenbar an Kräften und mancherlei- Funktionen