durchgängigen Unverändcrlichkcit sehe ich vollkommenein; denn cS ist keine Macht/ kein Zufall/ keine Lageder Dinge gcdcnkbar / welcher wegen die vollkomm-enste Ordnung auch nur einigermaßen verletzt werdendürfte *).
*) Neber daS Vcrhältniß des ewigen zum zeitli-chen Gesetz/ über den Werth und die Bestimmungdes Letzter»/ hat Augustinus bcy verschiedenen Anläs-sen/ vorzüglich in seinem Hauptwerke von der StadtGottes; anschaulicher jedoch und verständlicher nir-gends/ als in folgender Stelle aus dem vierten Ca-pitcl. des dritten Buches seiner Bekenntnisse ge-sprochen.
„Ich hatte keinen Begriff von der innerlichen/wahren Gerechtigkeit/ die nicht nach Gewohnheit/sondern nach dem höchst richtigen Gesetz des allmäch-tigen Gottes nrtheilt/ durch welches die Sittenge-bräuche der Länder und Zeiten für Länder und Zei-ten geordnet werden; indeß dieß Gesetz überall undimmerdar Eins und dasselbe/ nicht aber hier so undanderwärts anders ist; und nach welchem GesetzAbraham / Isaak und Jakob / Moses und David undAlle / die daS Zeugniß erhielten aus Gottes Munde/wiewohl sic von unwissenden Gottlosen als unge-recht bcurtheilt werden/ die nach menschlicher Artrichten/ und alle äußerlichen Sittengebräuche desmenschlichen Geschlechts nach der bcy ihnen einge-führten Sitte bemessen; gleich als wenn jemand/der nicht weiß/ welche Bewaffnung jedem einzel-nen Gltede des Körpers geziemt/ mit dem Bein-harnische das Haupt sich decken / mit dem Helme da-gegen sich beschuhen wollte/ und dabey murrte/ daßdiese Waffenstückc sich nicht wohl anfügen; oder