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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
40
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Rechtes verlustig werde? Evod. Das Ewige undUnwandelbare dieses Gesetzes leuchtet mir durch«ans ei». Aug. Auch wird dir einleuchten/ wie ichglaube / daß alles Gerechte und Ordnungsmäßigein jedem zeitlichen Gesetz aus dem ewigen Gesetzefür jedesmalige Verhältnisse abgeleitet wordenscy: denn/ wenn ein und dasselbe Volk zu einer Zeitmit Recht seine Aemtcr vcrgicbt, zu einer andern Zeitaber mit Unrecht / so ist diese Verschiedenheit in der Zeitkeine beliebige/ sondern/ falls sie der Gerechtigkeitangemessen ist/ nach einer ewigen Idee unabän-derlich festgesetzt / gemäß welcher ein gerechtes undernsthaftes Volk stets; ein leichtsinniges da-gegen niemals die öffentlichen Acmter vergeben soll:oder denkest du hierüber anderst? Evod. Durchausnicht. Aug. Um so kurz/ als möglich/ die Idee desewigen/ uns angcborncn Gesetzes zu erklären /gebe ich demselben diese Bestimmung: Das ewigeGesetz begründet die vollkommenste Ord-nung aller Dinge. Sage/ ob du davon einen an-dern Begriff habest. Evod. Deine Erklärung ist wahr/und also habe ich nichts dagegen einzuwcndcn. Aug.Da cS also nur Ein ewiges Gesetz giebt/ nach wel-chem die zeitlichen Gesetze aller Regierungen unterden Menschen abgeändert werden sollen / muß diesesEine Gesetz nicht nothwendig durchaus unabän-derlich seyn? Evod. Die Nothwendigkcit einer solchen