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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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weitaussehend in ihren Folgen. Du hältst nämlich da-für, daß ein Gesetz, welches bloS zum Behuf einerweltlichen Regierung gegeben wird, vieles einräumcnund ungestraft lassen könne, was gleichwohl die göttlicheVorsicht strafe, und strafen müsse. Auch scheint dir,daß man mit Unrecht tadle, was das Gesetz thut, blockdcßwegcn, weil dasselbe nicht gar alles thut.

VI.

Doch, wenn du willst, wollen wir näher untersuchen,in wie weit das Gesetz, welches ganze Völker auf dieserWelt in Schranken hält, böse Handlungen strafen müsse:endlich auch, wie noch viel gewisser, und zwar auf ver-borgene Weise die Strafe der göttlichen Vorsicht ein-trettc. Evod. Gar gern, wenn wir nur in dieser sowichtigen Sache zum Ziele kommen können; denn mirscheint dieses eine unendliche Aufgabe. Aug. Fasse nurMnth, und strebe mit frommem Sinne auf dem Wegeder Wissenschaft, den wir betreten haben , vorwärts.Auch das Dunkelste wird durch Gottes Hilfe lichtheü,und das schwierigste Geschäft geht unter EotteS Leitungmit ungewöhnlicher Leichtigkeit von Statten. Deßhalblaßt uns nicht ohne Aufblick zu Gott, und nur unterAnrufung seines Vcystandcs die angehobcne Untersuchungfortsctzcn. Sage mir aber vorerst, ob das geschriebe-ne Gesetz den Menschen in Hinsicht auf dieses irrdischeLeben fromme? Evod. Offenbar; denn aus Menschen,