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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
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in nichts anderem, als in heftigem Verlangen nach Din-gen, welche jeder gegen seinen Willen verlieren kann.

V.

Nun so wollen wir, falls dir gefällig ist, auch un-tersuchen, ob selbst bey Entweihungen heiliger Dinge,denen sehr oft Aberglaube zu Grunde liegt, die Lust vor-herrsche. Au g. Nur nicht zu voreilig; denn erst habenwir noch auszumachen, ob man den angreiffenden Feind,oder den nachstellenden Meuchelmörder, aus der Abstcht,um Leben, Freyhcit, oder Keuschheit zu retten, ohneLust tödcn könne. Evod. Wie könnte ich glauben, manscy frcy von Lust, wo man für Dinge kämpfet, die wi-der Willen verloren gehen können; können sie aber dasnicht, wozu, um sie zu schuhen, einen Menschen töden?Das Gesetz ist also ungerecht, welches, entweder einemReisenden erlaubt, den Strassenräuber zu töden, aufdaß er selbst nicht von ihm gctödct werde; oder einemMann, oder einer Frau gestattet, den Nothzüchtigerbeym ersten Angriffe schon, vor erlittener Schändung,auf was immer für eine Weise umzubringen; ja sogardem Soldaten gcbicthet, den Feind zu tödcn, und zwarso, daß, wofern er ihn nicht tödten wollte, der Feldherrihn deßhalb zur Strafe ziehen müßte. Oder sind solcheGesetze nicht ungerecht, ja vielmehr keine Gesetze? DennGesetz kann doch offenbar nicht scyn, was der Gerech-tigkeit widerspricht. Aug. DaS Gesetz, welches irgend

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