einem Volke geringere Uebel erlaubt/ um größere zuverhüten/ kann gegen eine solche Beschuldigung garwohl vcrthcidigct werden; denn cS ist viel weniger un-menschlich / wenn der/ welcher dem Leben eines andernnachstcllt/ gctödct wird/ als' wenn gctödet wird der/welcher nur sein eigenes Leben schützet; viel unmensch-licher ist cS dagegen/ wenn Jemand Nothzüchtigung lei-den müßte/ als wenn der gewalttätige Nothzüchtigcrvon dem/ welchen er gerade nothzüchtigcn wollte- gctv-dct wird. So ist auch der Soldat/ indem erden Feindtödet/ Vollzieher des Gesetzes/ und erfüllt deßhalb seinePflicht- ohne von irgend einer Lust getrieben zu wer-den; ja selbst dem Gesetz/ welches zum Schutze einesVolkes' gegeben wird/ kann keine Lust zu Grunde liegen/weil der / welcher das Gesetz gegeben/ wenn er anderstnach Gottes Willen/ oder wa§ eines ist- nach den Grund-sätzen der ewigen Gerechtigkeit es gab / bcy der Aufstel-lung desselben von jeglicher Lust frei) war. Wenn aberauch der Gesetzgeber nicht ohne Lust ein Gesetz aufstell-te/ folgte daraus nicht/ daß ein solches' Gesetz nur äuSLust befolgt werden würde- zumal auch von einemschlechten Menschen ein gutes Gesetz gegeben werdenkann. Wenn z. B. ein Despot- bestochen von dem - derVorteile suchet- verbleichet/ eine Frau/ wenn auch nurzur Ehe- gegen ihre Einwilligung zu zwingen/ so isteine solche Verordnung deßwegen - weil sie von einemungerechten und bestochenen Manne kömmt, noch kein
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