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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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Ab scheu verbunden ist? Evod. Wirklich dcßwcgcn.Aug. Wenn also Jemand, nicht aus Begierlichkeit nachirgend einer Sache, sondern einzig aus Furcht vorirgend einem künftigen Nebel, einen Menschen tödct,ist ein solcher denn nicht Mörder? Evod. Allerdingsist er Mörder; allein auch diese Handlung entspringtaus vorherrschender Begierlichkeit, zumal, wer aus blo-ßer Furcht einen Menschen tödet, deßwegen ihn tödet,um ohne Furcht leben zu können. Aug. Scheint direin Leben ohne Furcht ein unbedeutendes Gut? Evod.Im Gcgcnthcil, ein großes'; aber der Mörder erhältdieses auf keine Weise, vermittels seines Mordes. Aug.Ich frage nicht, was der Mörder erhalte, sondern waser zu erhalten wünsche: denn offenbar wünscht etwasGutes, wer ein furchtloses Leben wünscht, und dieBegierlichkeit solcher Art ist schuldlos, oder wir fehlenalle, indem wir nach dem Guten verlangen. Wir müs-sen also bekennen, entweder es gebe einen Mord, dernicht aus vorherrschender Begierlichkeit entspringt; dannaber ist die Behauptung falsch; das Böse aller Lasterbestehe nur in vorherrschender Begierlichkeit: oder esgebe eine Art des Mordes, welche nicht nothwcndigböse sey: Morden heißt nämlich einen. Menschen tödcn;nun aber gicbt es Fälle, wo ein Mensch ohne Ver-schuldung getödet werden kann; denn es versündiget sichweder der Soldat, der den Feind, noch der Richter undsein Stellvertreter, wenn sie den des Todes Schuldigen,