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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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dessen uns verleihen , was wir itzt bloS glauben. DerProphet hat uns den Weg vorgczcichnet, den wir wandelnmüssen/ wenn wir besonnen zu Werke gehen wollen:

keinen Wille»/ durch keine Nothwendigkeit, durchkein Ungefähr: weil Er Gott ist/ und weil/ was Ersich will/ gut ist / und er selbst dies Gute ist. Ver-dcrbniß aber ist kein Gut. Auch nicht wider deinenWillen wirst Du zu etwas gezwungen/ denn nichtgrößer ist dein Wille als deine Macht. Größer aberwäre er/ wenn Du selbst größer wärest als Du selbst;denn der Wille und die Macht Gottes ist Gott selbst.Und was ist Dir ein Ungefähr / der Du Alles weißt/und keine Natur im Daseyn ist/ als weil Du siekennest? Und was schwätzen wir auch so viel / daßdie göttliche Substanz nicht verschrbar ist/ da sic,wäre sie dieß / nicht Gott wäre.

Und ich forschte/ woher das Böse sei); und böseforschte ich / und sah das Böse nicht in meiner For-schung. Und ich stellte in die Gegenwart meinesGeistes die ganze Schöpfung/ was immer wir darinsehen können/ als Erde und Meer und Luft midGestirne und Bäume / und sterbliche Thicre/ so wieauch was wir nicht darin sehen können/ als dasFirmament des Himmels / überdieß alle Engel undgeistige Wesen desselben; aber auch diese/ alswären sic Körper/ ordnete und stellte meine Einbil-dungskraft nach Räumen; und ich bildete aus dei-ner Schöpfung eine ungeheure Masse, gesondert jenach den verschiedenen Kürperarteu; mochten eswirkliche Körper seyn, oder solche, wie ich den Gei-stern sic andichtcte. Und ich bildete sie sehr groß,nicht wie sie war (was ich nicht wissen konnte),sondern so groß ich wollte, rings jedoch bcgränzt;Dich aber, o Herr! von allen Seiten sie umgebend