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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
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Wahnbilder wich gleichsam begrabe«/ daß/ wofern nichtLiebe zur Wahrheit den Beystand Gottes mir erworbenhätte/ meine Seele sich nimmer erschwungen/ und imursprünglichen Element freyer Untersuchung wieder auf-geathmet hätte*). Allein/ weil ich durch besondere Füh-rungen vom beängstigenden Druck dieser Frage befreyt»urde/ will ich den nämlichen Weg mit dir nun ein-schlagen/ ans welchem ich zu dieser Befreyung gelangtbin. Gott wird uns gnädig scyN/ und das Verstehen

*) Augustinus beschreibt seine Unruhe und Mühselig-keiten / seine Zweifel und Bedenklichkeiten dieserAngelegenheit wegen im siebente Buche seiner Be-kenntnisse. Da ich bereits gefunden hatte/ schreibter unter anderem / das Unverschrbare sey besser alsdas Vcrsehrbare/ strebte ich auch das Ucbrige nochzu finden. Weßhalb ich auch/ was immer Du/ omein Gott/ seyn mochtest/ Dich als unvcrsehrbarbekannte. Denn nimmermehr vermochte eine Seele/noch wird sie es auch je vermögen etwas zu erden-ken/ das besser wäre als D«/ der Du das höchsteund beste Gut bist. Da aber höchst wahr und höchstgewiß das Unverschrbare dem Versehrbaren vorzu-zichen ist / wie ich denn auch selbst es schon Worzog/so konnten meine Gedanken allerdings etwas errei-chen/ das besser war/ denn Du / mein Gott! wennDu nicht unvcrsehrbar wärst. Wo ich also sah / dasUnverschrbare sey dem Versehrbaren vorzuziehcn/mußte ich auch dort Dich suche» / und von dortherwahrnehmen/ woher das Böse/ nämlich woherdie Versehrbarkeit selbst komme/ die deine Sub-stanz auf keine Weise treffen kann. Denn durchauskeine Versehrbarkeit kann unser» Gott treffen/durch