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Wenn ihr nicht glaubet/ könnet ihr nicht zurEinsicht gelangen. (Jsai. 7/ 9.) Wir glauben nun/daß alle Dinge aus Gott ihren Ursprung haben/ aber daßgleichwohl Gott auf keine Weise Urheber der Ucbel sey.Indessen stoßt die Schwierigkeit auf/ ob nicht dadurchGott dennoch endlich einigermaßen als Urheber des UebclSerscheine / weil die Seelen/ aus welchen das Ucbel ent-springt/ ihn zum Urheber haben. Evod. Du hast soeben sehr deutlich ausgesprochen/ was in meinem Nach-denken mich sehr oft beunruhigt/ nnd was gerade zu die-ser Untersuchung mich genöthiget und hingeleitet hat.Aug. Gey guten Muthes/ wir sind im Glauben einig/und eS giebt wirklich nichts besseres/ als diesen Glaube»/gesetzt auch/ daß wir zum Wissen dessen, woran wirglauben/ niemals gelangen können. Denn zuverlässig-ster Anfang wahrer Frömmigkeit ist bestmöglichste Mei-nung von Gott: die beste Meinung aber von Gott hatoffenbar derjenige/ welcher glaubt/ daß er allmächtig undin keiner Hinsicht wandelbar; daß er Urheber alles Gu-
uud durchdringend; unendlich jedoch von allen Sei-ten : wie wenn überall nnd durch unermeßliche Räu-me nichts als ein unendliches Meer wäre / und esenthielt dieß Meer einen Schwamm in sich/ der/wie groß auch / dennoch endlich wäre; voll allerdingswäre von allen Seiten dieser Schwamm deS unend-lichen Meeres: also dacht' ich mir Deine endlicheSchöpfung von Dir dem Unendlichen erfüllt.
Silbcrts N «Versetzung.