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welche mit dem WachSthum des Alters entwickelt nndausgcbildct wird. Entwickelt und ausgebildct ist sie dasVermögen die Wahrheit zu erkenne»/ und das Gutezu lieben (welcher Vermögen wegen Kant von einertheoretischen und practischen Vernunft redet,die im Wesen eines sind) und macht den Menschentüchtig für die Wissenschaft und für die Tugend undhabhaft der wahren Weisheit und einer höher» Kraft,durch welche die Seele über alle Reize des Lasters sie«gct, nnd das Bild Gottes in sich hcrvorlcuchten läßt.( Siche Stadt Gottes 22. B. Kap. 24 .)
Was aber das Gemüth wahrnimmt und die Vernunftdurchschauet, sind die Manifestationen der übersinnlichenWelt, die Einwirkungen Gottes, die nicht, wie die deräußern Welt, körperlicher, sondern ihrer Wesen«heit conform, geistiger Art sind. Das Etwas also,welches vermittels des Gemüthcö und der Vernunft indie Seele kommt, heißt Geist, ( Spiritus). Dieser istder stete Anhauch Gottes, durch den die Seele zu einerlebendigen Seele wird, und zum Besitze derWeisheit und znm Genüsse der wahren Se-ligkeit gelanget. Ohne diesen Geist verliert die Seeleihr höheres Leben, Gemüth nnd Vernunft schwin-den, nnd cS tritt der Zustand des menschlichen Lebensein, den man mit dem Worte: Geistlosigkeit,auch Scelcntod, zu bezeichnen pflegt. Der- Gradder Vollkommenheit, oder Unvollkommenheit des Men-