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gleichsam als wären zwey Menschen/ wenn schon bcyde/Seele und Leib nur Ein Mensch sind. Nun entstehtaber die Frage/ was in diesem Einen Menschen gött-licher/ und was bloS irr di sch er Art; oder was dasEbenbild Gottes'/ und was Erde/ somit ver-gänglich sei)? WaS Gott dem gebildeten Staube ein-gcblasen/ oder cingehaucht hat/ ist die vernünftigeSeele; der gebildete Staub aber/ dem die vernünf-tige Seele gegeben/ ist der lebendige Leib/ durchwelchen der ganze Mensch eine lebende Seele wurde.Wie die Seele von dem göttlichen Hauch/ oder demGeiste GottcS/ hat der Leib sein Leben von der Seele;ober wie die Seele ein Hauch der Gottheit/ ist das Le-ben des' Leibes ein Hauch der Seele; die Seele alsoist nicht bloS Gottes Lebe»/ oder Geist Gottes em-pfangend/ sondern Geist Gottes scyend/ und da-her uothwendig an und für sich unsterblich/ weil ein^ Bild von Gott (imsgo (lei); der Leib aber/ von derErde stammend und nur von der Seele Lebenempfangend/ ist unsterblich-sterblich; un-sterblich in Verbindung mit der Seele; sterblichgetrennt von der Seele. Der letztere/ nämlich der Leib/getrennt von Her Seele betrachtet/ ist bcrirrdischennd vergängliche Bcstandthcil/ in welchem bestehtdie Sterblichkeit des Menschen.
Es sind also im Leibe selbst zwei) Seiten zu unter-scheiden: das Gebilde aus dem Staube der Erde; und