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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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Gott empfangen hat/ entsteht von selbst und gleichsamnothwcndig die Frage/ ob nicht Gott etwa/ wenn nichtals unmittelbarer/ doch als mittelbarer Urheber desBösen zu betrachten sey/ zumal ja kein Böses seynwürde / wenn Gott den Willen des Menschen nicht frcygeschaffen Hütte? Die Antwort auf diese Frage machtden Inhalt des folgenden zweiten Buches aus.

Vorläufige Bemerkungen.

Die Ausdrücke: Seele (snima)/ Leib (corpus)/Gemüth (mens)/ Vernunft (ratio)/ Mnth (»ni-mus)/ Geist (Spiritus) u. a. m. werden scheinbarvielfältig wie gleichgcltcude Wörter Vv» Augustinusgebraucht/ haben aber gleichwohl bestimmte Bedeutun-gen/ und jeder dieser Ausdrücke bezeichnet immer etwasEigenes und Individuelles/ obschon er auch/ weil imEinzelnen das Ganze wicderkehrct/ für einen andernAusdruck gesetzt werden kann/ wovon der Sinn derjedesmaligen Bezeichnung aus der Stelle/ welche dasWort in seiner Verbindung einnimmt/ oder ans demCoutcxtc erkannt wird. Der cigcnthümliche/ und wennauch nicht immer offen dalicgende/ doch im Grundeunverkennbar sich glcichbleibcnde Sinn dieser Wortemöchte meistcntheils folgender seyn.

Seele und Leib stnd die zwey Haupttheilc/ aus wel-chen der Mensch besteht; denn weder ist der Leib ohne