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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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gen, wahr ist, bitte ich Dich, o Leben der Armen,mein Gott.' indessen Herzen kein Widerspruch ist,thaue mir Sanftmuth in'S Herz, daß ich solche Men.schen geduldig ertrage, die dieß mir nicht sagen,weil sie Seher sind, und in dem Herzen DeinesDieners erschauten, was sie sagen, sondern weil siestolz sind, und MoseS Weisheit nicht kennen, son.dern die ihrige lieben, nicht weil sie wahr, sondernweil es die ihrige ist: denn sonst würden sie eineandere, wahre Ansicht mit gleicher Liebe anfnehmen,wie ich auch liebe, was sie sagen, wenn sie Wahressprechen: nicht weil dieß ihnen gehört, sondernweil eS wahr ist, und eben deshalb nicht ihnengehört, weil cS wahr ist: denn lieben sie cS deß.halb, weil es wahr ist, so eignet eS ihnen nndmir, da den Freunden der Wahrheit alles gemein,schaftlich ist. Das sie aber streiten, MoseS habenicht gedacht, waö ich sage, sondern was sie bc.haupten: dieß ist mir zuwider, und ich liebe esnicht: denn ist cs auch wirklich so, so ist dennochdiese Vermessenheit nicht der Wissenschaft, sondernder Keckheit eigen; auch wurde diese nicht durchprophetisches Schauen, sonder» vom Gifte des Stol.zcö erzeugt."