XXVII
Oft wird/ nicht etwa von Feinden, sondernselbst von aufrichtigen und warmen Freunden derPhilosophie geklagt, als würde die aufblühendeJugend vielfältig mehr von der Weisheit hinweg,als zu derselben hingeleitet, weil die Lchrweise,wie sie da oder dort vorherrschend geworden, wohlein eitles Imaginiren und Phantasiren zu wecken;ein unbestimmtes, flaches und gehaltloses Näsonni-rcn zu erzeugen, aber nicht zu einem scharfen, tiefcindringenden und ernsten Denken anzuhalten, zuerziehen und zn bilden geeignet sey. Wie cs sichmit der Gründlichkeit, oder Ungründlichkeit dieserKlage nur immer verhalten möge, die folgendenWerke, wohl gefaßt und verstanden, geben de»Denkkräften eine bessere Richtung, und bewahrennicht bloß vor der Sophistik des Unglaubens, undjedem verderblichen PhilosophiömuS, der nur zu oftunter der Maske wahrer Philosophie die Unkundigenund Unerfahrnen blendet; sondern gewähren einWissen, welches nicht aufblähet, wie die Weisheitdieser Welt; ein Wissen, welches bescheiden, demü^thtg, liebenswürdig, und für Staat und Kirchebrauchbar macht; somit eine Weisheit, wie die,welche der Apostel mit den Worten beschreibet: