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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
XVII
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langte bis zu dem, daö da ist, in einem Momenteerschütternder Anschauung. Da aber erschaute ichdeine unsichtbare Glorie in der Erkenntniß, durchdie Wesen der Schöpfung; aber den Blick fest zuheften/ vermochte ich nicht; und zurückgeschlagendurch meine Schwäche/ und dem Gewöhnten wie-der gegeben / trug ich nichts mit mir fort / aussereiner liebevollen Erinnerung/ und gleichsam eineSehnsucht nach der himmlischen Speise / derenWohlgeruch ich empfunden hatte/ die ich jedoch nochnicht zu genießen vermochte."

Unterdessen hatte das Wissen der Vernunft mitdem Glauben des Gemütheö / und der Glauben desGemütheS mit dem Wissen der Vernunft noch langegerungen/ und so lehrreich/ als merkwürdig ist dieSchilderung / welche Augustin von der Differenzzwischen der philosophischen und christli-chen Ansicht der Dinge gicbt/ zumal dieselbe alsein wohlgetroffcncö Gemälde Vieler aus unserer Zeitbetrachtet werden kann. Aus dev GemüthSstim-mnng/ mit welcher Augustin zur Zeit/ als daö Lichtdes Christenthumö / und in demselben die wahre An-sicht der Dinge ihm schon aufgegangen war / Pla-tons Werke gelesen und ftudirt hatte/ ergiebt sich