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seyu wird. Augustin , wenn nur als Mann desGeistes betrachtet, bleibt meiueS Dafürhaltens zujeder Zeit würdig, auf dem wissenschaftlichen Leuch«ter zu stehen, und verdienet als Vorbild, philo«sophisch« theologischer Studie» wenig,stcnö, den Freunden dieser Wissenschaften empfohlenzu werden.
Wichtiger jedoch, weil auf unsere Zeit so un»»erkennbar bezüglich, scheint mir desselben eigene,wissenschaftliche Bildung, und die daraus hervorge«heude Methode, oder die Art deS Philosophirens: ichwerde sowohl jene, als diese, zwar nur mit einigenflüchtigen Zügen , zu schildern versuchen, nnd jedemfreymüthig zu urtheilen überlassen, ob Werke, diedas Gepräge eines solchen Geistes tragen , auch inunfern Tagen noch, ans Licht hcrvorgczogen werdensollen, oder nicht.
Frühe schon wurden die nicht gewöhnlichen An«lagen für scharfsinnige Untersuchungen in Augustingeweckt, und desselben Denk« und Geisteskräfte schonzur Zeit ihrer beginnenden Entwickelung auf höhereund ernstere Dinge hiugeleitet. Nach seinem Ge«ständniß hatte er sich, aus bloß eitlen und windigenAbsichten noch, auf die weltliche Beredsamkeit ver«