Druckschrift 
Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
VI
Einzelbild herunterladen
 

PhilosophirenS hingewiesen werde/ so bitte ich sie/unbefangen und mit Beseitigung jeglichen Vorurthei-leS die Gründe / welche mich hiezu bewogen haben /und welche deßwegen hier vorläufig/ offen undklar ausgesprochen werden / zu prüfen / und meinerwenigstens nicht zu zürnen, bevor sie das Ganzedurchlescn haben.

Ueber die ausgezeichneten GeisteSgaben, und dienicht gewöhnliche Tüchtigkeit sowohl, als die vor.herrschende Liebe des hl. Augustin'ö zum eigentli-chen Philosophiren, herrscht unter allen, die des.selben Werke kennen, nur Eine Meinung. Wenn,wie Kant behauptet, wirklich Ti e fb li ck, S ch a r f-blick und Ge sch wind blick die hervorlenchtcndcnEigenschaften jedes philosophischen Kopfes sind, wirdallerdings selbst der, welcher in mehrfacher Bezie-hung mit diesem Kirchenvater sich sonst nicht be-freunden kann, den vorzüglichen Philosophen den-noch in ihm nicht verkennen können, wofern eranders nur einigermaßen mit den Principien, aufwelche derselbe Alles zurückführr, mit der Genauig-keit , mit welcher er die Begriffe bestimmt, undmit der durchgängig strengen Wissenschaftlichkeit,die ihm eigen ist, bekannt und vertraut geworden