Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
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343
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§ 4-

Die vorhergehenden perspectivischen Projectionen haben denNachtheil, dass nur derjenige Theil der Oberfläche der Erde,welcher dem Auge gegenüber liegt., in der Karte dein Originalegetreu abgebildet, wird, während die seitwärts liegenden Theileimmer mehr und mehr von ihrem Urbilde auf der Kugel abwei-chen. Wir wollen daher noch einige andere Verzeichnungen ge-ben , durch welche alle Theile eines gegebenen Stückes der Ober-fläche der Erde so viel möglich mit gleicher Genauigkeit darge-stellt werden, ohne dabey auf einen besondern Standpunct desAuges Rücksicht zu nehmen.

I. Das einfachste wäre, die Meridiane und Parallelkreise alledurch gerade, auf einander senkrechte und von einander gleichweit entfernte Linien vorzustellen. Da aber die Grade der Paral-lelen denen der Meridiane nicht gleich sind, sondern wie der Co-sinus der geographischen Breite abnehmen, so ist klar, dass aufdiese Weise ein auch nur kleines Stück der Oberfläche der Erdenicht mehr richtig abgebildet werden kann; die Unrichtigkeitendieser Zeichnung werden desto grösser seyn , je näher das Landbey den Polen liegt, und je mehr es Ausdehnung in der Längehat. Zu den Vortheilen dieser Entwerfungsart gehört die leichteConstruction ; der senkrechte Stand der Meridiane auf den Paral-lelen , wie auf der Kugel, und die Leichtigkeit, mit welcher sichdie Längen und Breiten der Orte sowohl in einer solchen Karteeintragen, als auch wieder von ihr abnehmen lassen.

II. Mehr Ähnlichkeit mit dem Urbilde wird folgende Zeich-nung haben. Man ziehe nahe durch die Mitte der Zeichnung ei-nen geradlinichten Meridian, theile ihn in seine Grade g, undziehe durch die Theilungspunctc auf diesen Meridian senkrechteLinien. Auf zweyen dieser senkrechten Linien, welche die Paral-lelkreise vorstellen , nehme man die einzelnen Grade y der Längein demselben Verhältnisse, wie oben die Breitengrade. Behält mannähinlich die Bezeichnung des X. Cap. §. 5. des eisten Buchesbey, so ist der Breitengrad

airfi e)

g = --- r

180 (l i 1 Sin 9)2und der Längengrad

a tz Cos o

y = -;-r*

180 (1 e 5 Sin 9)7wo man der Kürze wegen

also

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