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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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der Fragmente von Wemhers Gedichten. Ob dies nun zutrilTt, ift nichtmehr auszumachen, da Sch mell er fchon 1833 diefe Fragmente nichtmehr vorfand. Statt einer Tegernfeer Handfchrift handelte es fich auchnur um ein Pergamentblatt, deffen Inhalt zuerft in Aretin, BeiträgeVII, 119 fr., dann wieder in Docen, Miscellaneen II, 103 fr. mitgeteiltund von Iloffmann in feinen Fundgruben II, 103 ff. benutzt wurde.Feifaliks Anficht von dem Werte und Verhältnis der Manufcripte,a. a. O. S. VIII ff., der ich im Text gefolgt bin, hat freilich durch diemir fpäter erft bekannt gewordene Recenfion von Karl Bartfeh in:Pfeiffer, Germania VI, 117 ff. eine wefentliche und für Docens Frag-mente günftigere Umgellaltung erfaren. Die für unfre Frage entfeheiden-den Vorausfetzungen aber erleiden dadurch keine Veränderung. Undjedenfalls hat Docen feiner Unkritik damit die Krone aufgefetzt, dafs erum die Identität mit demDiaconus Wernher aus dem Marienlied zuerhärten zn beweifen verfuchte, dafs das v. 1140 im Marienliede als Be-zeichnung von Matthäus vorliegendeSvangeliste gleichbedeutend mit£vangelier i. e. diaconus fei und zu dem vorher genannten NamenWernhers gehöre!! Vgl. Feifalik a. ä. O. S. XIX mit S. 32.

182) Vgl. Pez a. a. O. VI, 2 fol. 55 e P- 9 2 -

183) (S. 135.) Als Beitragzur Gefchichte der Sprache wiezurNaturkunde, in welchem Sinne W. Wackernagel den Stoff, der auchin diefer Dichtung:Jam vernali tempore des Tegernfeer Codex ver-arbeitet ift, in feiner gelehrten Monografie: Voces variae animantium(2. A. Bafel 1869) durch die Umbildung in verfchiedenen Jarhundertenverfolgt hat, hat ja auch diefer Inhalt unfrer Handfchrift fein bef. Inter-effe (vgl. unfren Text bei Wackernagel S. I04f. mit S. 460 und Reiffer-fcheid Suetoni Tranquilli . . . Reliquiae. Lips. 1860. S. 308ffl. Poe-tifch gewürdigt ift es doch ein rein fcholaftifches Kunftflück und alsfolches eben nur eine beliebte Klofterrarität.

184) (S. 136.) Beziigl. des dritten Wernher vgl. die MonumentaBo'ica Vol. VI, 131; desgl. die Zufammenftellung aller drei bei Giinthnera. a. O. und unter den Neueren bei Holland a. a. O. S. 368.

185) (S. 137.) Feifalik a. a. O. S. XXIIf. mit S. 134.

186) (S. 138.) W. Wackernagel, Gefchichte der deutfehen Natio-nallitt. (I.) S. 180 ff.

187) (S. 139.) Bekanntlich wird für drei Nationen der reichbegabte,geheimnisvolle Dichter, bald als archipoeta bezeichnet, bald Golias, baldGualtherus benamt, in Anfpruch genommen. Für die Engländer amfrüheften; denn fchon im 16. Jahrhundert gab John Bale eine Anzaldiefer Gedichte als Proben der antipäpftlichen Gefinnung Englands im

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