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der heiligen Dorothe wird die Gemeinde durch einen Prolog geradezuaufgefordert, diefes Lied zu fingen; ganz entfprechend der Aufforderungam Ende unfres Dramas. — Wenn man nicht zum Gottesdienft in dieKirche gieng, fang man zum Schlufs ein Lied; bei den Ofterfpielen:Chrift ift erftanden!“ oder „Krift du bift milde und guot.“ Vgl. Hafea. a. 0. 50 f. mit Hoffman n, Fundgruben II. 285 und in dem neue-rten Referat bei Joh. Janffen, Gefchichte des deutfchen Volkes I, 1.Lieferung 3 S. 232 f. Vgl. bei dem Tiroler Lichtmefsfpiel das Invita-torium am Ende: Amen fprechen wir alle mit einem gemeinen Schallebei Wilken a. a. 0. S. 211. —Bei Janffen wird aus Frankfurter ar-chival. Quellen belegt, dafs folche Auffürungen vier Nachmittage nacheinander warten und 250 bis 267 Perfonen bei der Aufführung tätig waren.
139) (S. 95.) Das Benedictbeurer Weihnachtsfpiel (f. u.) genügtefür fich als Beifpiel diefer Auctoritätenverwendung; aber auch das alle-gorifche Spiel aus dem Klofter Scheyern, das wir unten befprechen,bietet änliche Belege. Für den homiletifchen Gebrauch kann fchonBonaventura als Urheber gelten, und noch bei Gabriel Biel findenfich Ueberrefte; vgl. O. G. H. Lentz, Gefchichte der Homiletik. Braun-fchweig 1830, I. 294 ff. und S. 321.
140) (S. 97.) Vgl. Wilken a. a. O. S. in ff. und 180 ff. mitEbert f. nächfte Anm. und Mone, Schaufpiele des Mittelalters. Mann-heim 1852, II, 16.
141) Vergleiche Ebert, Jahrbuch für Roman, und Engl. Litera-tur I, 55 ff. Das Pageant oder Heiligenfpiel kam dabei freilich vor-wiegend in Frage. Ebendort (S. .44 ff.) findet man eine forgfältigeAnalyfe des Coventry-fpieles The Nativity, von dem im Text die Rede;vergleiche den Englifchen Text bei William Marriott, Collection ofenglish Miracle-Plays or Mysteries. Bafel 1838 S. 59 un d 3 ff- DasBetragen von Noa’s Frau und des Herrn Gemahls gegen fie in „le deluge“gehört zu den charakteriftifchften Proben, neben dem im Text angedeu-teten Widderdiebftal durch den Hirten Mark.
142) (S. 98.) Vgl. u. A. Janffen a. a. O. S. 231 und unter dendeutfchen Faftnachtsfpielen des 15. Jahrhunderts die rein ins Burleskegezogene Farge vom „Entkrift“ (public.’v. lit. Verein in Stuttgart 1853und befpröchen in Allg. (Kieler) Monatsfchrift für Wiffenfchaftund Lit. Braunfchweig 1851 S. 754 )' So wenig Elias dort dem Anti-chriften fiegreich zu widerftehen weifs, fo zuträglich findet es Reichund Kirche, fich „von dem Böfen mit Gütern fegnen zn laffen.“ EinVielfrafs rümt zuletzt die Tugenden des neuen Gottes. Vgl. ebendaNo. 20 S. 750.