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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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nicht hätten deuten können. — Nach Cedrenus habe Nicephorus dannden Methodius felbft auf feinen Kriegszug mitgenommen. Ob als Rat-geber, oder damit er daheim nicht für die Bilder machiniere, ift nicht

gefagt. — Letzteres Unterfangen, was in der Tat nicht ausblieb, fürte zu- j

nächlt zu neuem Verluft der kaiferlichen Gnade, bis Michael und feineMutter Theodora Methodius zum Patriarchen erhoben, und durch ihnder fogenannte Sieg der Orthodoxie erfochten ward. — Die ganze Si-tuation feiner erften auffälligen Befreiung habe ich aufser bei Lebe au undin den Acta S.S. nirgend beachtet gefunden; aber auch die Verfaffer derletzteren gehen achtungslos an den Vorgängen vorüber, obgleich fie zum18. September (September, Tom V, 768 ff.), dem Gedächtnistage des

Märtyrers Methodius, kurz auch auf die Weiffagungsfchrift zu fprechen 1

kommen und erklären, dafs diefelbe jüngeren Datums fein müffe.

11 5 ) Vgl. in den Orthodoxographa S. 98. Z. 15 v. ob.: „iXxvD-sgco-{HjOovxai 01 Isgelg ix xwv ayltav avxi nv.“ Nach dem griechifchen Be-richte, der fich in dem Vatikan befindet und von Allatius zuerft mit

lateinifcher Ueberfetzung veröffentlicht wurde, vgl. Acta S.S. Juni II, j

961 ff. wurde M. „sv xtvi xatpip slg x6 xov ’AitooxoXov ’Avögiov |

vrjolov“ eingefchloffen (963 A.); Zonaras nennt es ßvrjßslov. (monu- < j

mentum) (965 A.) und der genannte Conft. Manasse fchildert ausfürlich

die Leiden des Märtyrers, aber auch die Wunderoffenbarungen, die der- !

felbe dort erfahren. — Bei dem Feile der Orthodoxie, wo Methodius als |

„gloriosus restaurator“ alljärlich in der Kirche der grofsen Apoftel j

gefeiert wird, in der feine Reliquien aufbewahrt waren, wurde jene Haft j

ftets als ein Märtyrerleiden behandelt. Nicht minder diente ein fpäterer j

Procefs (a. a. O. 970 B.) der Glorification des Confeffors als eines un- I

fchuldig Verfolgten, fo wenig die Form feiner Ehrenrettung unfren Be- j

griffen von Schamhaftigkeit entfpricht. • i

116) (S. 71.) Vgl. Orthod. f. 97 Z. 5 v. u. . . . „xal oxrjoexcu j

inävui Xetyjavwv ayiwv xal iget ' nov änoßliipco xvgis Irjoov I

Xgiaxi, fjßapxov slg xov ovgavov.. xäg ivxoXäg oov ovx i<pv\a§s'‘. ,

Cäfarea gilt insbefondre durch Gregor des Wundertäters Heimat- |

haus und Reliquien für geheiligt; nach dem Siege der Orthodoxie aber ;

flieg das Anfehen diefes Heiligen insbefondre. |

11 7 ) Vgl. Acta S.S. a. a. O. 970 B. mit Lebeau a. a. O. 129. ;

118) Vgl. Joh. Alb. Fabricii Bibi, graeca ed. Harles. Vol. VII, |

Hamb. 1801. S. 269 f., wo fich auch eine Reihe von Textausgaben ver- • jj

zeichnet findet. Hottinger fcheint zuerft auf den Patr. Methodius ge- ||

raten zu haben. — Vgl. über diefen ebenda 273 f. j

119) Vgl. die Schriften, refp. Bruchftücke in Bibi. P.P. max. XIV,224 ‘

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