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die Endzeit fo verhängnisvollen Völkerfchaften. Darin mag es wol be-gründet fein, dafs fich Gotfrid von Viter bo veranlafst fieht fchonAlexander den Grofsen eine Uebergabe feiner Weltherrfchaft an Gott voll-ziehen zu laffen, die ganz den Charakter der endgefchichtlichen Refignationträgt, wie derfelbe gleich nachher auch diefe felbft berichtet auf Grundder Sibyllen. Die Erfcheinung ift für die Beurteilung diefes Hiftorikerswie für die beherrfchende Idee in der Methodiusweiffagung intereffantgenug und meines Willens diefem Fabulanten fo ausfchliefslich eigen,dafs fie nicht wol übergangen werden kann. Der univerfalere Hinter-grund ift dadurch bereitet, dafs Alexanders Zug nach Jerufalem zu dendrei heil. Proceffionen zum mons oliveti gerechnet wird. Als er den Namen„Jehova“ hört, warft fich der Weltfieger Gott zu Füffen und in dem dar-auf folgenden „Planctus fuper Darium“ heifst es dann:
„Quis fuit ausus, ait, regum confundere regem,
Cujus ab imperio fert tota monarchia legem?
.... Reddo tibi restituamque thronum.
Te solo dominante volo tibi regna relinqui.“
Unmittelbar daran fchliefst fich die Schilderung der nach der Sibylle inAusficht flehenden Reichsübergabe am Ende (vgl. Piftor.-Struve a. a. O.S. 163 ff. — Ebenda folgt S. 167 eine Schilderung der Völkerfchaften Gogund Magog ganz mit denfelben Farben wie bei Methodius felbft.
97) (S. 63.) Ausgerechnet finden fich bei Grotefend, Handbuchder hiftor. Chronologie. Hannover 1872. die einzelnen Indictionen nurvon 800 an (S. 60 ff), wonach z. B. die 9. Indiction 801, 816. 831.u. f. w. fich wiederholt. Aber die früheren find leicht nach Tafel VII(ebenda S. 59) zu berechnen. Bei der Ungewifsheit jedoch ob Methodiuswirklich von dem erften hiftorifchen Angriff der Sarracenen auf Byzanzunter Heraklius reden will, mufs alle Mühe, die man aufwenden wollte,als vergeudet erfcheinen.
98) Die Nachricht aus Türkifchen Quellen vgl. bei Weil, Ge-fchichte der Chalifen. Mannheim 1846 I, 565 ff. Allerdings aber mufsdie Weiffagung von der bevorftehenden Zerftörung Conftantinopels wolziemlich traditionell gewefen fein. Wenigftens weifs Aytinger in feinemCommentar fowol einen Patriarchen Naheus Nicenus (?), der einenCommentar zurApokalypfe verfafst haben foll, und ebenfo einen AntiochenerPatriarchen, der aus Armenifchen Quellen daffelbe Schickfal vorher gefagthabe, anzufuren. So apokryph freilich diefe Auctoritäten felbft zu fein fchei-nen, fo direct contraftiert andererfeits damit die ftolze Gewifsheit, dafs Byzanznie erobert werden könne, die imMoment derEntfcheidung felbft derStadtfoverderblich werdenfollte. Vgl.Döllinger,Weifiagungsglaubea. a. O. S. 284f.