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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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(Mignd 160, 119). Von ihm hat fie felbft der nüchternere Eckehardhertibergenommen: Pertz VIII, 323. Gotfr. v. .Viterbo (Migne 198,911) feiert das Wunder fpeciell, zuletzt mit den charakteriftifchenVerfen :•

„crucis et cleri celeberrima gloria venit,

illa recordatio perpetualis erit.“

Aber die Anfänge reichen auch im Abendlande viel weiter zurück. Fre-degar fchon bietet viel einfchlägiges Material a. a. O. 637 ff., wärendRegino einfach nur die Tatfachen berichtet ohne legendarifche Zutata. a. O. 55 °* Die umfaffendfte Darftellung aber liegt in einer demRaban. Maurus zugefchriebenen Homilie: „Reversio s. atque glorio-sissimae crucis D. n. J. Christi“ (Migne 110, 131 ff.), vor. Bei Raban’sBegeiferung für das Kreuz, die er in feinen bertimten Darftellungender verfchiedenen Kreuzesformen bewärt (Mignl 107) und damit feineNeigung für Phantaftereien in diefem Stück klar genug bezeugt, weifsich nicht ob man ein Recht hat, jene Homilie ihm abzufprechen. —Heraklius heifst dort freilich Gracchus. Vom Oelberg herabkommendwill er diademate et ornamentis imperialibus gefchmückt in die hei-lige Stadt einziehen. Da fchliefst fich durch ein Wunder das Tor vorihm. Am Himmel erfcheint ein flammendes Kreuz und der Engel, deres über dem Tore fliehend hält, wehrt dem Kaifer den Einzug; denn derKönig des Himmels fei felbft nur im Gewände der .Demut einherge-gangen. Erft depositis imperii insignibus(ü) tut fich das Tor ihmauf, worauf fein Einzug nicht nur durch Lobgefänge fondern auch durchgleich erfolgende Wunder der Kreuzespartikel (fo wirds ausdrücklichbezeichnet) verherrlicht wird. — Unter den morgenländifchen Zeugniffenfei noch auf die rürende Klage des Paläftinifchen Mönches Antiochus(Hom. 107 Bibi. P.P. max! XII, 278) verwiegen, der zwar nur von derWegfürung des Kreuzes durch die Perfer weiss, aber feine Klage umdie civitas s. Jerufalem dennoch mit einem glaubensfrohen: Ipsi gloriain saecula! zu fchliefsen weifs. Dagegen wird fchon in dem Bericht überdie fiegreiche Wiederbringung des Kreuzes im Chronicon Nicephoridie damit herbeigekommene Erfüllung des 6. Jahrtaufends betont (Bibi.P.P. max. XIV, 82), und in der oratio Leonis sapientis in salutiferaecrucis exaltationem (Ebenda XVII, 43 ff-) wird mit dem Geift und derBeredfamkeit, die diefe oratt. im Allgemeinen auszeichnen, nicht nur dieganze Kreuzesfymbolik vom Paradiefesholze bis zur Himmelserfcheinungdurchgefürt, fondern zum Schlufs im Unterfchied von ali’ diefen „figuraeet imaginationes“ das Holz, das feine wäre Geburtsftätte in loco cal-