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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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und den Kämmerer aus dem Morgenlande (a. a. O. S. 1142). Unter denExegeten vgl. Beda (Mi. 91, 841); Remigius in Psalmos. Bibi. P.P. max.XVI, 1171; Bruno Aflenfis. ibid. XX, 1521, wo mit feinerem Sinneceleritas und desiderium in den Wortes gefunden wird. — Dagegen hatdie Sibylle B. auch nach diefer Seite wol eine directe Reminiscenz desMethodius bewart wenn es dort nach dem vollendeten Weltfiege —wo „per omnia templa crux Chr. J. erigitur“ — heifst: „Tunc namquepraeveniet Aegyptus Ethiopiam munus dare Deo. Qui vero crucemJ. Chri. non adoraverint, gladio punientur“. Vgl. bei Beda a. a. O.1185; Gotfr. v. Viterbo ed. Piflor.-Struve f. 161a; wärend im Textebei Matthäus Weftmonaft. (a. a. O. fol. 47) fogar „manus“ flatt„munus“ fleht.

81) (S. 55.) Bei Engelbert Admont, a. a. O. 771 bin ich aufdas betreffende Citat geftofsen, das er unmittelbar an die oben bespro-chenen Symptome der discessio anknüpft. „Inclinabit se et cadet“ heifstes dort, als Profetenwort: „cum dominatus fuerit panperum“. So gibtdie Vulg. Ps. 10, 10 (nach hebräifcher und deutfcher Zälung) wieder.Jedenfalls ifl die Anwendung, die das Mittelalter von der Stelle macht,noch verfehlter als die Ueberfetzung felbft. Von der Zeitanfchauunghandeln wir näher unten bei einem fpeciellen Anlafs, den unfer Dramagibt.

82) Vgl. die Gefchichte der betreffenden Auslegung von Eph. 3, 18bei Zöckler, das Kreuz Chrifti. Gütersloh 1875 S. 443 ff.

83) (S. 56). Der Grundidee begegneten wir fchon oben, verbundenmit der Vorftellung von dem Weltfieg des Evangeliums am Ende. Ver-gleiche Anm. 76: Anfelm. Laudunensis: — signum filii hominis „vexillumfidei triumphantis“ u. Raban. Maur, namentlich fein: „mittit ad coelos“Mign6 (Opp. Rab. III) S. 59. Die materiellfte Faffung findet fich bei demToletaner Erzbifchof Julian (7. Saec.) mit nicht ganz unberechtigterBerufung auf Chryfoflomus. Bei der Wiederkunft des Herrn heifst esdort: „praecedet exercitus angelorum et archan gelorum, qui signum illudtriumphale, crucis vexillum, sublimibus humeris praeferentes“

(Bibi. P.P. max. XII, 605). — Für das Morgenland bef. P feudohippoly tf. ob. a. a. O. — Eine Entrückung nach dem Himmel lehrt zuerft Chry-foftomus De cruce et latrone Hom. II, 4. Opp. II, 417 .... „ovxäiprjxev avxbv eivai snl xrjq yrji, «A 7 .’ avianaasv avxbv xal eiqxov ovqccvÖv dvT/yayev“ . . Als Beweis wird eben das Erfcheinen desKreuzes bei der Wiederkunft angefürt, das mit denfelben Farben ausgemaltwird, wie ob. bei Julian. Aus dem Morgenlande gehört auch der Hym-nus in exaltat, s. crucis von Cosmas Hierofolymitan. hierher. (Bibi. P.P.