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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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Nürnberg 150S erschieneneSpeculum naturalis, celestis et propheticaevisionis namhaft gemacht , das ich leider in Nürnberg felbft auch nichterlangen konnte. 'Dagegen liegt mir der fchon Anm. 64 zu erwänendeintereffante Tractatus quidam de Tureis sicut ad praesens ecclesia ab eisaffligitur collectus .... a quibusdam patribus ordinis praedicatorum (1474)in einem Incunabeldruck (26 Niirnb. St.-Bibi.) vom J. 1481 vor. Auchhier findet fich neben Methodius eine ganze Sammlung der damals land-läufigen Weiffagungen. Darunter auch einzelnes felbftändige. Methodiusaber, der Dr. authenticus, fleht im Vordergrund. Verwiegen wird auchauf eine Schrift:fortalicium fidei, in der M. ebenfalls citiert werde.Das Intereffantefte aber ift, dafs auch dort bedeutende Differenzen inden einzelnen Manufcripten der Metbodiusweiffagung klar vorliegen undvon den Dominikanern felbft conftatiert werden. Auf Petrus Co-meftor auch bezieht man fich mehrfach (f. u.). Die Eroberung Con-ftantinopels wird auch dort (f. u.) als Ausgangspunkt der Berechnungbenutzt aber als Erfüllung gilt die im 15. Jahrh.ü Aenlich wiehier im 15. Jahrh. die Dominikaner fich einer fpeciellen Prüfung derMethodiusweiffagung widmeten, fo finden wir, was bisher überfehen ift,viel fpäter noch diejefuiten mit einer Ehrenrettung der chronologifchenBeftimmungen und Grundanfchauungen des Methodius befchäftigt, dienamentlich von Petr. Comeftor (f. u.) verkannt worden feien. HiefsMethodius bei den DominikanernDf. authenticus fo gilt er den Je-fuiten. für einen ,,vir ingentis ingenii. Vgl die Animadverss. des JefuitenRaderus zu dem Chronicon Alexandri Bibi. P.P, max. XII, 870 f.

71) (S. 47.) Vgl. Beda, de locis fanetis Mi. 94, 1189 f. mit demAbfchnitt in Bedas hist eccl. IV, 153 (Mi. Bd. 95) (f. u.). Auch inder Carlfage beruht die Nebenftellung Conftantinopels neben Jerufalemals Ziel der Pilgerfart auf- derfelben Anfchauung.

72) (S. 48.) Nicht die Schilderung der vielfach verflochtenenRreuzesfagen des Mittelalters, über die aus neuefter Zeit noch eine ganzeLiteratur zu verzeichnen wäre, fondern die Nähebeziehungen diefer Kreuzes-fagen zur Kaiferfage find unfer Intereffe und grade darüber bietet jeneLiteratur viel weniger. Die Methodiusweiffagung verfolgt, wie wir nach-weifen werden, eine ganz felbftändige Ban, die Schickfale des Kaifer-tums mit dem des Kreuzes zu verknüpfen. Von der Paradiefesabkunftdes Holzes aber ift dort nicht die Rede, gefchweige eine Spur von Be-kanntfehaft mit dem Baume bei Hebron, den Seth als einen Zweig vomLebensbaume auf feines Vaters Adam Grab gepflanzt haben foll. In derKaiferfage tritt zweifellos der dürre Baum ftatt des Kreuzes erft fpäterein.(vgl. oben bei Engelbert Admont. Anm. 64), wo auch andre An-