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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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158
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discedent a pietate Mi. 112. 570. Otto v. Freifing fafst, ent-fprechend feinem ganz evangelifch lautenden Kirchenbegriffe (omnes inecclesia fidem tenentes), die discessio als eindiscedere a justitia regninicht ohne als anderweit beftehender Anfichten der beiden zu gedenken,dafs Romano imperio calumnia intulisse videretur und dafs Andere diediscessio de sacerdotio und de sede Romana verliehen (279 vgl. S. 118).Auch Henricus de Hassia, deffen entfchieden nationale Stellung obenzu betonen war (S. 26), berichtet von der Zeitanficht, dafs die Fürften,welche den clerus verfolgen die praecursores antichristi feien, fofern inFolge deffen auch eine discessio communis populi cum principibus suis apraelatis ecclesiasticis bevorllehe (a. a. O. 547). Vgl. anderweite Belegebei Döllinger, WeilTagungsglaube a. a. O. S. 289.

65) (S. 39.) Einzig bei Gotfrid v. Viterbo habe ich directe Anklängegefunden; den Nachweis f. u. Aber das ift fchon contemporan mit unfrem.Drama felbft, und der Einfluss des Methodius auf Gotfrids Darftellungläfst fich auch ohne die Frage um die Sibyllen ausgiebig nachweifen.

66) (S. 41.) Jacob. Auguft Thuanus hat zuerft verfchuldet, dafsder libellns des Adso als einead Carolum M.. gerichtete Schrift denWerken des Alcuin eingefügt wurde. Diefelbe Datierung bietet der Cod.Regius Parisiensis. Diefe Unbefinnlichkeit, bei der Widmung der Schriftan die Königin Gerberga, läfst freilich an lieh vermuten, dafs Momentewie eine UeberfchriftAlbwini den Irrtum erleichternd zu Hilfe ge-kommen. Daneben ift die Schrift freilich auch des Rabanus Maurusund fogar Auguflins Werken eingereiht worden. Jedenfalls aber findenfich zwei Vatican Codd. u. A., in denen die Schrift Adfos ausdrücklichdemAlcuinus zugefchrieben wird, was fich aus dem Verhältnis diefesDuplicates zu dem Original (Anm. 27. 39) leicht genug erklärt .(vgl. Opp.Alcuini ed. Migne 101 S. 1289 f.). Dafs die betreffende Stelledoctoresnostri in dem angegebenen Parifer Mfcr. fehlt, hat zuerft Le Beuf,Recueil de div. ecrits II. 41 nachgewiefen (a. a. O; S. 1295). Die Be-rufung auf die sibyllini versus tritt bei Adfo ganz unabhängig davona. a. O. S 1296 dazu.

67) Pertz Mon. G. S.S. XXII. f. 375 f.

68) (S. 43.) Die fogenannte Bedafche Sibylle (B) vgl. bei Mign£90, 1181 ff. I111 Wefentlichen findet fich allerdings ganz derfelbe Textbei Gotfrid v. Viterbo im Pantheon lib. X Pistorius-Struve, German.Scriptt. II. 158 ff. Auch bei Matthäus v. Weftminfter findet fie fich:Flores Pliftor. Londini 1573 S. 44 f. Ueber Ufinger vgl. Forfchungenz. d. Gefell. Bd. X, 621 ff. und Bd. XI, 146 ff. (1870 f.). Der in Bd. Xveröffentlichte Text (A) ift dem Cod. Bibi, msept. Bern. A. 9 entnommen,