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56) Vgl. Prutz a. a. O. I, 151 f. 182. 234. bef. 287. Die Griech.Pläne auf die abendländifche Kaiferkrone: ebenda II, 44 f. u. III, 58.120. Kämpfe in Folge deffen: II, 66 f. — Bekanntlich erneuerte fichder Confiict wärend des Kreuzzuges felbft noch wieder. — Im Aucta-rium Gemblacense zu Sigebert (Mi. 160. 270).findet fich die intereffanteNotiz: ,, Abhinc notandum est regnum Hierosolymorum in quarta li-nea.“ —• Vielleicht dafs die Zälung der Patriarchate von Einflufs aufdiefe Tradition war, und fofort nach der Eroberung Jerufalems wurde jadort ein neues Patriarchat gegründet. Im Orient für fich zälte man dreidurch den erfolgreichen Kreuzzug neubegründete Königtümer. Vgl.Giefebrecht a. a. O. III, 709.
57) (S. 35.) Gewönlich bezieht man fich nur auf Tertullian’sApologet, c. 32: „Est et alia major necessitas nobis orandi pro impera-toribus, etiam pro omni statu rebusque Romanis, qui vim maximamuniverso orbi imminentem ipsamque clausulam seculi acerbitates hor-rendas comminantem, Romani imperii commeatu scimus retardari.Itaque .... dum precamur differri, Romanae diuturnitati favemus.“ Aberebenfo wird ad Scapulam II. die Gröfse des Römifchen Kaifers dahindefiniert, dafs er solo Deo vero minor est, vom Römifchen Reiche abergelehrt, dafs es beftehen werde, quousque seculum stabit. Und am ein-gehendften handelt Tertullian, die claffifchen Worte Pauli fpeciell aus-legend, davon in feiner Schrift de resurrectione carnis, wo es c. 24 u. A.ausdrücklich heifst, dafs der Antichrift nicht eher erfcheinen werde, alsbis die „abscessio status Romani in decem reges dispersa“ eintrete. Die ÄZehnzahl geht auf die Apokalypfe zurück (f. oben Anm. 40). — All-gemein galt die Geburt Jefu Chrifti unter Auguflus als Legitimierungder höheren Weltmiffion diefes Reiches. — Dagegen finde ich einmal.auch (Freculphus, Chronic. (Bibi. PP. max. XIV. 1136) den erftenCenfus als „prima clarissimaque professio Caesarem omnium principem,Romanosque rerum dominos esse“ bezeichnet.
58) (S. 36.) Eine Ausname vom herrfehenden Sprachgebrauchbilden nur die, welche dem Ambrofiafter folgend apostasia auch inder Ueberfetzung behalten, wie Rabanus Maurus Migne in, 57°* Aberin zweiter Stelle (571) tritt doch auch dort das Stichwort „discessio“wieder ein, wie es in der Auslegung unmittelbar fchon heifst: „Aposta-siam vero vocavit tempus illud eo quod paulo minus omnes tunc dis-cedent a pietate“. . .
59) Auguftin vor Allem wirkte beftimmend für die mittelalter-liche Tradition und gilt in Folge von Citierungen wie bei Jordanus vonOsnabrück auch im weiteren Kreife vielfach als alleinige Auctorität. In