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Dem Vorfall felbfl. foll kein weitrer Wert für unfre Beweis-ftirung beigelegt werden, wozu er nicht geeignet wäre. Nurvergelten wollten wir auch diefen Zug in der Phyfiognomieder gefammten Zeitfituation nicht wiffen.
Noch einmal drohte ja die Situation für das Kaifertumernfl und bedenklich wie nur je zu werden. Cöln, einlt derSitz des ergebenden und genialften kaiferlichen Ratgebers,war durch Erzbifchof Philipp felbfl zum gefärlichen Reichs-feind geworden und Hand mit Frankreich verbündet gegenden Kaifer. Bald erwuchs daraus eine Coalition aller nordi-fchen Mächte, auch des Welfen und vieler deutfcher Fürften.Ein päpfllicher Legat durfte in Frankreich auf einem Concildeutfcher und franzöfifcher Bifchöfe Kirchenftrafen überdeutfche Kleriker verhängen; ja Urban III. durfte es nocheinmal wagen den Kaifer vor feinen Richterftuhl zu citieren.Von allen Seiten umgaben dunkle drohende Wetterwolkenaufs Neue das Kaifertum auf der kaum eroberten und um-friedeten Höhe feiner inzwifchen erlangten Erfolge. Alles,was in heifsen lebenslangen Manneskämpfen mtifam errungenwar, Hand für den Greis wieder in Frage. Es war das Jahr1187, das fo gewitterfchwer heraufzog. — Da wars als treteGott felber dazwifchen. Plötzlich wie vor der hegendenHimmelfonne zerteilten hch die Wolken, und der Ofiertagdes Jahres 1188 von Mainz enthüllte vor den Völkern desAbendlandes das lang entbehrte Schaüfpiel eines Weltver-fönungstages. Diefen Frieden aber brachte —• das Kreuz.
Was auch vorher und daneben an rein politifchen Facto-ren mitgewirkt —: die' Gefahr des heil. Landes und dieneu aufbrechende allgemeine Begeifterung für den neuen Kreuz-zug erwuchs zweifellos zu dem durchfchlagenden Motive. Dieeben noch entzweiten Fürften ftanden eng gefchaart umdas Kreuz, und wie durch diefes geheiligt erhob hch dasKaifertum in einem nie gefehnen Glanze allfeits unbeftrittenerFürerehren. Die Kaiferboten gingen aus in alle Lande: nach