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gezogen wurde. Diefe Geflalt fcheint das Spiel vom „Ente-chrift“, das eine Münchener Handfchrift des 15. Jahrhundertsenthält, getragen zu haben, die früher im Eefitz eines Dia-konus Roth in Nürnberg war 154 ). Wie es mit dem in Frank-furt a/M. aufgefürten „fpil vom Antchrift“ beflellt war, deffenAuffürung den Rat zu Vorfichtsmafsregeln wegen der Juden-fchaft nötigte, wiffen wir nicht. Die Ehrenrolle, welche , dieJuden in unfrem Stück fpielen, liefse eine folche Wirkungdeffelben nur bei fehr hoch gefteigertem Fanatismus möglicherfcheinen. Mehr Sicherheit des Urteils befteht, dafs unferStück gemeint ift, wenn der Canonikus Pelz berichtet, dafsin Xanten in den Jahren 1473 und 1481 „das alte grofsefpil vom uff- und Untergang des Antichrills aus dem latei-nifchen verdeutfcht“ wiederholt aufgeführt worden fei 155 ).Wir werden aus näher gelegener Zeit ficherRe Spuren derBenutzung unfres Dramas nachweifen können. Aber zunächflkann die Bezeichnung, die diefes Milterium in dem XantenerBericht findet, dem redlichen Sammler Pez zu überrafchenderRechtfertigung für den von ihm aufgeftellten Titel dienen,fo wenig fich bei ihm eine Andeutung findet, woher er den-felben hat. Von ihm her flammt auch die Vermutung, diein manchem nachfolgenden Bericht zur Gewifsheit gefleigerterfcheint, dafs unfer Drama in Gegenwart des Kaifers felbftaufgefürt worden. Man beruft fich dabei wol auf das Pa-tronat, das der Kaifer fpeciell über das Klofter Tegernfeeübte, und rät fogar auf die Tendenz, den Kaifer mit folchenMitteln zur Uebername des Kreuzzuges erft zu bewegen 15( ’).Dergleichen ift hochwillkommen, als Zeichen wachfend er-wachenden Bewufstfeins von der politifchen Bedeutung unfresDramas. Wenn Joh. Janffen es a. a. O. nicht nur als„eines der reichften und grofsartigften der ganzen mittel-alterlichen Dramatik“ bezeichnet, fondern ihm auch fpeciell„ein politifches Intereffe“ vindiciert, fo bin ich — leidererft im Moment mit diefem Hefte feiner Gefchichte des