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in dem für uns intereffanteflen Wendepunkte der Sage auf.Die Refignation auf das imperium Romanum bildet auchdort den Abfchlufs, aber in der viel charakteriftifcherenForm, dafs der letzte Römifche Kaifer den Golgathahügelerfteigt, dort feine Krone auf dem heil. Kreuze niederlegtund feine Hände ausbreitend das Reich an Gott zurückgibt(reddet), worauf das heil. Kreuz fammt der Krone zumHimmel entrückt wird, die Wiederkunft Chrifti direct vor-bereitend. Dafs dergleichen fich überhaupt nur aus originalByzantinifchen Vorftellungen vom Zufammenhang des chrift-lichen Kaifertumes mit der Bedeutung, die das Kreuz Chriftiund fein angebliches Erfcheinen in Conftantins Tagen ge-wonnen hatte, erklären laffen, könnte man an fich vermutenund hoffen wir hernach zweifellos zu erweifen; aber wasnoch ficherer vorliegt ift, dafs diefe Faffung des Endaus-ganges wörtlich mit der in den angeblich Methodius’fchenWeiffagungen übereinftimmt. Wir geben zur Begründungfelbftändigen Urteils den Wortlaut in Parallelftellung 65 ).
Der Einflufs diefer Methodiusweiffagung auf die mittel-alterliche Kaiferfage ift in der Neuzeit, fo viel ich fehe,obenan von Döllinger beachtet worden, deffen RefultateRiezler feinerfeits adoptiert hat, wozu, wie ich felbft erftfpäter bemerkt, Gutfchmids kurze aber viel eindringendereBemerkungen fchon vom Jahre 1857 kommen 7 '. Döllingerfetzt, wie fchon bemerkt, den Urfprung diefer byzantinifchenWeiffagungen in das II. Jahrhundert. Das fchien infoweitzu ftimmen, als derfelbe im Abendlande ausdrücklich citierterft bei Otto v. Freifing in feiner Chronik fich findet(1143—46). Dafs Petrus Conneftor in feiner historia scho-lastica noch viel ausdrücklicher und ausfürlicher von dieferQuelle Gebrauch macht, wird ganz überfehen. Ebenfogewifs ift, dafs Gottfrid v. Yiterbo reichlich aus ihr fchöpft,obgleich er die Quelle nicht nennt, die er dem Namennach vielleicht felbft nicht gekannt haben mag. Die Belege