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Oberon
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Oberon.

51 .

Gieb, Schönste, mir ein Beispiel edler Huld!

Gieb mir die Ruh. die du mir raubtest, wieder!

Ich lege Krön' und Reich zu deinen Füßen nieder;

Ergieb dich mir, so sei dem Frevler seine SchuldGeschenkt! Er zieh', mit königlichen GabenNoch überhäuft, zu seinem Volk zurück!

O zögre nicht, die Güte selbst zu haben

Die du begehrst! — Ein Wort macht mein und sein Geschick.

52 .

Unedler, ruft mit eines Engels ZürnenDas schöne Weib, so theuer kauft der Mann,

Den Zoradine liebt, sein Leben nicht! — Tyrann,

Kennst du mich so? — Die schlechteste der Dirnen,

Die mich bedienten einst, verschmähte deinen ThronUnd dich um solchen Preis! Zwar steht, uns zu verderben,In deiner Macht: doch, hoffe nicht davonGewinn zu ziehn — Barbar, auch ich kann sterben.

53 .

Der Sultan stutzt. Zhn schreckt des edeln Weibes Muth.Sein feiges Herz wird mehr von ihrem Dräun gerühretAls da sie bat; doch, ihre Schönheit schüretDas Feuer der Begier zugleich in seinem Blut.

Was sagt' er nicht ihr Herz mit Liebe zu bestechen!

Wie bat er sie! wie schlangenartig wand

Er sich um ihren Fuß! — Umsonst! Ihr Widerstand

War nicht durch Drohungen, war nicht durch Flehn zu brechen-