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Oberon
Entstehung
Seite
284
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Nun steht er wieder da in seiner ganzen Schöne,Der erste aller Erdensöhne,

Ein Held, ein Gott! Unmöglich ist er nurDer Neffe Ibrahims; in seinem ganzen Wesen,

In seinem Ton und Anstand ist die SpurBon dem, was er umsonst verbergen will, zu lesen;Wo ist der Stempel der Natur,

Der einen König macht, sichtbarer je gewesen?

4 .

Er, er allein, ist ihrer Werth,

Ist Werth in ihrem Arm sich zu vergöttern.

Und, o! ihr fehlt ein Blitz, die Feindin,zu zerschmettern,Die ihn bezaubert hält und ihr den Sieg erschwert!

Doch, wie, Almansaris? Fühlst du dich selbst nicht besserGönn' ihm den kleinen Stolz, sich pfauengleich zu blähnIn seinem Heldenthum! Selbst dir zu widerstehn!

Das alles macht doch nur die Lust des Sieges größer!

5 .

Bestürm' ihn erst, eh' du den Muth verlierst,

Mit jedem Reiz, auf den sich wahre Schönheit brüstet;Begieb, damit du ihn um so viel sichrer rührst,

Der fremden Waffen dich, womit die Kunst uns rüstet;Er fühl' und seh' was Götter selbst gelüstet!

Und wenn du dann sein Herz noch nicht verführst,

Er dann dich noch verschmäht dann, Königin, erwacheDein Stolz, und schaffe dir die süße Lust der Rachel