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Oberon.
60 .
Sein holdes Weib zu sehn, die mit Llutrünst'gen ArmenSich zwischen Räubertatzen sträubt,
Der Anblick, der zu Tigerwuth ihn treibt,
Macht bald den Eichenstock in seiner Faust erwärmen.
Die Streiche fallen hageldicht
Aus Kopf' und Schultern ein mit stürzendem Gewicht.
Er scheint kein Sterblicher; sein Auge spritzet Funken,
Und sieben Mohren sind schon vor ihm hingesunken.
61 .
Bestürzung, Scham und Grimm, von einem einz'gen MannDen schönen Raub entrissen sich zu sehen,
Spornt alle andern an, auf Hüon los zu gehen,
Der sich, so lang' er noch die Arme regen kann,
Unbändig wehrt; bis, da ihm im GedrängeSein Stock entfällt, die überlegne Menge;
(Wiewohl er rasend schlägt und stößt und um sich beißt)Ihn endlich übermannt und ganz zu Boden reißt.
62 .
Mit einem Schrei gen Himmel sinkt AmandeIn Ohnmacht, da sie ihn erwürgt zu sehen glaubt.
Man schleppt sie nach dem Schiff, indeß das Volk am StrandeAuf den Gefallnen stürmt, und tobt und Rache schnaubt.Ihm einen schnellen Tod zu geben,
Wär's auch der blutigste, däucht sie Gelindigkeit:
Nein, ruft der Hanptmann aus, um desto längre ZeitDer Tode grausamsten zu sterben, soll er leben!