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Oberon
Entstehung
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55
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Dritter Gesang.

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24 .

Zu wissen, ob der Ries' es mir so leicht gemachtIhm Stürme ohne Zahl beständig abzuschlagen,

Müßt ihr ihn selber sehn. Mein Herr, was soll ich sagen?Stets angefochten, stets den Sieg davon zu tragen,

Ist schwer. Einst, da er mich in einer Mondscheinsnacht(Noch schaudert'« mich!) aufs äußerste gebracht,

Fiel ich aus meine Knie, rief mit gerungncn HändenDie Mutter Gottes an, mir Hülfe znznsenden.

25 .

Die holde Himmelskönigin

Erhörte mich, die Jungfrau voller Gnaden.

Getroffen wie vom Blitz sank der Versucher hin,

Und lag, ohnmächtig mir zu schaden,

Sechs ganzer Stunden lang. So oft, seit dieser Zeit,

Er den verhaßten Kampf erneut,

Erneut das Wunder sich; stracks muß sein Trotz sich legen,Und nichts vermag sein Zanberring dagegen.

26 .

Dicß war erst heute noch der Fall; und nach VerlaufDer sechsten Stunde (vier sind schon davon verlosten)Steht er zu neuem Leben auf,

So frisch und stark, als hätt' ihn nichts betroffen.

Des Ringes Werk ist dieß. So lang' ihn der beschützt,Kann ihm am Leben Nichts geschehen.

Ihr glaubt nicht, was der Ring für Tugenden besitzt!Allein, was hält euch, selbst das alles anznsehen?