Zweiter Gesang.
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51 .
Herr Hüon nimmt mit Dank dic wundervollen PfänderVon seines neuen Schützers Huld;
Und da er sich des Ostens PnrpurränderVergülden steht, forscht er mit UngeduldNach Babylon den kürzesten der Wege.
Zeuch hin, spricht Oberon, nachdem er ihn belehrt;
Und daß ich nie die Stunde sehen möge,
Da Hüons Herz durch Schwäche sich entehrt!
52 .
Nicht daß ich deinem Muth und HerzenMißtraue! aber, ach! du bist ein Adamskind,
Aus weichem Thon geformt, nnd für die Zukunft blind!Zu oft ist kurze Lust die Quelle langer Schmerzen!Vergiß der Warnung nie, die Oberon dir gab!
Drauf rührt er ihn mit seinem Lilienstab,
Und Hüon sicht aus seinem liebevollenAzurnen Angenpaar zwei Helle Perlen rollen.
53 .
Und wie er Treu' und Pflicht ihm heilig schwören will,Entschwunden war der Waldgeist seinem Blicke,
Und nur ein Lilienduft blieb, wo er stand, znrücke.Betroffen, sprachlos, steht der junge Ritter still,
Reibt Aug' und Stirn, wie einer, im ErwachenAus einem schönen Traum, sich sucht gewiß zu machen,Ob das, was ihn mit solcher Lust erfüllt,
Was wirklichs ist, ob nur ein nächtlich Bild?