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Oberon
Entstehung
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25
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Erster Gesang.

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66 .

Zeuch hin nach Babylon, und in der festlichen Stunde,Wenn der Kalif, im Staat, an seiner Tafelrunde,

Mit seinen Emirn sich beim hohen Mahl vergnügt,Tritt hin, und schlage dem, der ihm zur Linken liegt,Den Kopf ab, daß sein Blut die Tafel überspritze.

Ist dieß gethan, so nahe züchtig dich

Der Erbin seines Throns, zunächst an seinem Sitze,

Und küss' als deine Braut sie dreimal öffentlich.

67 .

Und wenn dann der Kalif, der einer solchen Scene

In seiner eignen Gegenwart

Sich nicht versah, vor deiner Kühnheit starrt,

So wirf dich, an der goldnen Lehne

Von seinem Stuhle, hin, nach Morgenländer-Art,

Und, zum Geschenk für mich, das unsre Freundschaft kröne,

Erbitte dir von ihm vier seiner Backenzähne

Und eine Handvoll Haar ans seinein grauen Bart.

68 .

Geh' hin, und, wie gesagt, eh' du aufs Haar vollzogen,Was ich dir hier von Wort zu Wort gebot,

Ist deine Wiederkunft unmittelbarer Tod!

Wir bleiben übrigens in Gnaden dir gewogen.

Der Kaiser sprach'« und schwieg. Allein wie uns dabeiZu Muthe war, ist nothlos zu beschreiben.

Ein jeder sah, baß so gewogen bleibenNicht besser als ein TodeSurtheil sei.