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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Die Staatsmnwälzung in England.

dadurch eines Gegners, den man so lange ohne Erfolg bekämpft, ent-ledigt zu werden hoffte. Doch gab es dabei so Vieles zu bedeiiken, daßweitläufige Unterhandlungen folgten. Diese abznkürzen, begaben sich derKönigssohn und Buckingham nach Madrid, aber ihr Aufenthalt trugdazu bei, den Plan zu vereiteln, da Buckingham durch leichtfertigesWesen sich mit Olivarez veruneinigte. Dem Abbrechen der Unterhand-lungen folgte sogar eine Kriegserklärung gegen König Philipp IV., diezwar den Engländern mehr als die beabsichtigte Heirath znsagte, aberden folgenden König, der den Krieg erbte, auch durch daS erhöhte Geld-bedürfuiß desto abhängiger von dem Parlamente machte. Nach seinerThronbesteigung vermählte sich Karl einem schon vor Jakobs Tode ge-faßten Plane gemäß mit Heinrichs IV. Tochter Henriette. Dadurchwar der Verdacht, den der Plan zu der spanischen Heirath erregt hatte,von Neuem erweckt, da die eine Heirath, wie die andere, als eine Be-leidigung für das religiöse Gefühl im Lande angesehen wurde. Außerder Fortsetzung des spanischen Krieges erforderte große Geldmittel das Auf-treten des Königs für die Hugenotten, als diese in ihrem letzten Kampfemit Richelieu begriffen waren. Die Krongütcr, die unter früheren Regie-rungen noch die Geldforderungen an das Parlament entbehrlich gemachthatten, waren bei dem großen Sinken des Geldwcrthcs, das in Folgeder neuen Handelsverhältnifsc eingetreten war, bereits aufgezehrt, unddie Bemühungen des Königs, Geld zu erhalten, waren mit so vielenfür die Bevölkerung ärgerlichen Handlungen verbunden, daß das Be-streben, sich gegen Geldforderungen sicher zu stellen, immer entschiedenerwurde. Dazu kam, daß die Kriege des Königs keine Erfolge hattenund sein Günstling ihm nur immer größeren Haß zuzog. Nachdem eineerste Unternehmung zum Entsätze von La Nochelle fehlgcschlagen war,sollte eine zweite vor sich gehen. Der Versuch, das Geld dazu durchMaßregeln der Willkühr beizutreiben, erregte eine Gährung im Lande,die den König nöthigte, zur Berufung des Parlamentes zu schreiten,nachdem er dasselbe schon zweimal aufgelöst hatte. Die Wahl fiel aufsolche Abgeordnete, die dem im Lande herrschenden Unwillen Ausdruckverliehen. Ehe diese die geforderten Gelder bewilligten, stellten sie eineBitte um Rechte auf, nach welcher Niemand ohne Einwilligung desParlaments zu einem Geschenke, einer Anleihe, einer Steuer gezwungen,noch willkührlich verhaftet oder anders als nach den Landesgesetzen ge-richtet werden sollte. Der König mußte nach langem Widerstreben dasVerlangte gewähren und erhielt die für den Krieg geforderten Mittel.Doch gleich darauf löste er auch dieses Parlament auf, und es zeigtesich bald, wie wenig er sich an die ihm abgenöthigten Zugeständnissewerde binden wollen. Die Unternehmung aber, für die er das Gelderhalten, lief erfolglos ab, nachdem der zu ihrer Leitung bestimmte