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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Frankreich in der Zeit der durch die Kirchcnircnnung

Adels. Mayenne stand an der Spitze der Partei, welche aus den ent-schiedensten Anhängern der Ligue und der aufständischen Bevölkerungvon Paris gebildet war. Diese Partei rief den in Heinrichs Gewaltbefindlichen Cardinal von Bourbon unter dem Namen Karl X. zumKönige aus und wurde durch den König Philipp unterstützt, wie fürHeinrich die Königin Elisabeth thätig war. Die Belagerung von Parishob Heinrich auf und ging, um die Verbindung mit den Engländernherzustellcn, nach der Normandie, wo er im Jahre 1580 bei Jorp an ^der Eure einen entscheidenden Sieg über Mapenne erfocht, der ihm ge-folgt war, und durch Spanier aus den Niederlanden verstärkt, ihn beiDieppe in einer verschanzten Stellung vergeblich angegriffen hatte. Aber- tmalige Belagerung von Paris war vergeblich, da Alexander von Parma,der jetzt in Philipps ausdrücklichem Aufträge den König Heinrich zu lbekämpfen hatte, mit einem Heere zum Entsätze heranrückte. Obgleichviele Katholiken sich auch vor Absichten Philipps ans die UnabhängigkeitFrankreichs zu fürchten anfingen, blieb doch Mayeunc's Partei, durchParma unterstützt, noch zum Widerstande fähig. Der im Jahre 1592von Heinrich gemachte Versuch, Nouen zu erobern, wurde durch einen >neuen Zug Parma's vereitelt. Endlich entwaffnete Heinrich im Jahre1593 seine Gegner dadurch, daß er zur katholischen Religion übertrat.

Alle diejenigen, welche in fortdauernder Herrschaft der Ligue eine Quelleder Verwirrungen sahen und den deutlichen Bemühungen Philipps umUebertragung der Krone auf seine Tochter Clara Jsabella Eugenia ab-geneigt waren, traten zu ihm über. Im Jahre 1591 erhielt Heinrich,der schon nach seinem Uebertritte durch den Erzbischof von Bourges die !Lossprechung von dem einst auf ihn gelegten Banne erhalten hatte, zu ^Chartres, da Rheims noch in den Händen der Ligue war, die Krönung,und bald darauf öffnete ihm Paris die Thore. Nur der Herzog vonMayenne führte mit den bei der Ligue Ausharrcnden, von den Spaniernunterstützt, den Kampf fort, und Heinrich erklärte deshalb im Jahre1595 dem Könige von Spanien den Krieg. Noch im Jahre 1595 be-stätigte jedoch der Papst Clemens VIII., nachdem eine Zeitlang theilsZweifel an der Aufrichtigkeit der Bekehrung, theils der Einfluß Philippsihn zurückgehalten hatte, die Lösung vom Banne, und im Jahre 1596erkannte Mayenne den neuen König an. Nachdem so der Bürgerkriegaufgehört, endete auch der Krieg mit Spanien durch den Frieden zuVervins, der die Verhältnisse der beiden Länder in Gemäßheit desFriedens von Chateau Cambrefis ordnete. In diesem Frieden wurdeauch der Herzog von Savoyen, Emanuel Philibertö Sohn Karl Ema-nucl, mit eingeschlossen. Vermählt mit Katharina, der Tochter Phi-lipps II. aus seiner Ehe mit der französischen Königstochter, hatte eran dem Kampfe seines Schwiegervaters Theil genommen und in den