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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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veranlaßten inneren Kriege.

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Haus Guise von Neuem erhalten würde, wenn die Katholiken, durchAnschluß des Hofes an ihre Gegner, sich genöthigt sähen, Wahrungihres Vorthcils von jenem im Kampfe gegen die Hugenotten bewährtenHause zu hoffen. Ein Mordversuch, der auf Coligny gemacht wurde,weckte Besorgniß vor der Rache seiner Partei, und es ward vom Hofeaus unter Leitung Katharinens ein Plan gesponnen, nach welchem diein Paris anwesenden Häupter der Hugenotten mit einem Schlage durchplötzlichen Ueberfall vernichtet werden sollten. Unter den Hugenottenliefen dunkle Gerüchte von bevorstehender Gefahr um, und als dieKönigin von Navarra mitten in den Vorbereitungen zu der Hochzeitihres Sohnes starb, war man geneigt, sie für vergiftet zu halten. DerKönig wurde seinerseits durch Gefahren, mit welchen man ihn ängstigte,zur Einwilligung in den Mordplan bewogen. Die Nacht, die dem24. August, dem Banholomäustage, des Jahres 1572 vorherging,wurde zur Ausführung bestimmt, und das, was da geschah, erhielt wegender wenige Tage vorher vollzogenen Vermählung Heinrichs, des nun-mehrigen Königs von Navarra, mittelst eines rohen Scherzes den Namender Bluthochzeit. Eines der ersten Opfer war Coligup, dessen Ermor-dung der Herzog Heinrich von Guise, der Sohn des ermordeten Her-zogs Franz, selbst veranstaltete. Die Mordnacht raffte mehrere Tau-sende hin, und da Haß und Naubsucht das allgemeine Getümmel zuihrer Befriedigung benutzten, beschränkte sich der Mord nicht auf Huge-notten. Es waren Weisungen zu ähnlichem Verfahren in viele Städtedes Reiches abgegangcn, aber das Vorhaben fand seiner Abscheulichkeitwegen in den meisten keine willigen Hände, und die Opfer, welche indem Zeiträume der nächsten zwei Monate außerhalb Paris noch in Folgedes Pariser Planes fielen, bewirkten eine verhältnißmäßig geringe Ver-mehrung der Gesammtzahl. Das ganze Ereigniß war, wie es demGeiste der Religion fremd war, auch nach den Beweggründen seinerUrheber ein Werk politischen Partcihasses und konnte mit derjenigen Re-ligion, gegen deren Gegner cs gerichtet war, nur in dem irre geleitetenSinne Einzelner eine Verbindung haben. Wenn aber Papst Gre-gor XIII. in Nom eine Dankfcicr veranstaltete, so galt der Dank, wiedie von vielen Höfen eingegangenen Glückwünsche, nur dem, was manvon Paris aus berichtet hatte, daß daselbst eine von den Hugenottenangestlftete Verschwörung gegen das Leben des Königs entdeckt und vonden Theilnehmern mit dem Leben gebüßt worden sei. Die politischeAbsicht, welche jenem Frevel zu Grunde gelegen hatte, wurde übrigensnicht erreicht. Schon im Verlaufe der Begebenheit waren die Leiter un-sicher und unschlüssig geworden. Nachher waren sie nicht gerüstet fürdie Begebenheiten, die eine Folge davon waren.

6. In dem vierten der Kriege, der jetzt ausbrach, war der Besitz