veranlaßten inneren Kriege.
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des Hauses Bourbon, dessen ältere Linie mit dem bei Erstürmung Romsgefallenen Bourbon erloschen war. Es lebten damals aus diesem Hause,dessen Lehen zahlreich im Süden des Landes verbreitet waren, dreiBrüder, Anton, der durch seine Gemahlin Johanna IH., die TochterHeinrichs von Navarra, König jenes Reiches war, der Cardinal Karlund der Fürst Ludwig von Cond«. Dieses Haus fand in seinem Be<mühen, die Guisen aus ihrer Stellung zu verdrängen, Unterstützung beiAllen, die gegen den Hof Beschwerde hatten. Unter solchen traten die
> Häuser Montmorency und Chatillon am meisten hervor, von denen dascrsterc an dem Connetable Annas von Montmorency, das letztere andem Admiral Coligny seinen Vertreter hatte.
2. Nachdem die Unzufriedenen, die zu Verdun eine Zusammenkunft!. gehabt, umsonst durch die Mutter des Königs eine neue Ordnung her-- bcizuführcn versucht hatten, faßten sie auf den Rath Coligny's, der fürseine Person den Hugenotten angehörte, den Entschluß, sich mit diesenzu verbinden. Die Hugenotten sahen ebenfalls die Guisen als ihre! hauptsächlichsten Feinde an und zeigten eine Entschlossenheit, mit der sie,
> durch die Verbindung der unzufriedenen Großen verstärkt, wohl geeignet
! waren, auf den Hof einschüchternd zu wirken. Das nächste Ergebniß
dieser Verbindung war der von kalvinischcn Theologen ausdrücklich ge-billigte Versuch, den Hof in seinem Sommeraufenthalte zu Blois zu! überfallen und die Negierung auf eine dem gemeinsamen Vorthcil ent-! sprechende Weise umzugestalten. Der Herzog von Guise, dem der Planbekannt geworden war, bewirkte schnell die Uebersiedelung des Hofes^ nach Ambosse und traf Verthcidigungsanstalten. Diese Gefahr führte^ dazu, daß ihm nur desto ausgedehntere Vollmachten übertragen wurden,welche die Mutter des Königs, so sehr ihr die Uebermacht der Guisen
> unbequem zu werden anfing, doch als Mittel der Rettung sich gefallen
s lassen mußte. Als die Hugenotten, die von den Gegenvorkehrungen
nichts wußten, ihren Plan doch in Ambosse auszuführen versuchten, büß-! ten diejenigen, welche damit begannen, durch den Tod. Darauf ward! eine Versammlung von Großen nach Fontainebleau berufen, auf daß
l dort über die Heilung der Gebrechen des Staates berathen würde,
f Hier übergab, während der König Anton und Cond« nicht erschienen,
Colignp eine Bittschrift zu Gunsten der Hugenotten, mit der er nichtserreichte. Inzwischen ward ein Plan Condv's, die Stadt Lyon wegzu-nehmcn, verrathen und vereitelt. Man schritt nun zur Berufung derReichsstände nach Orleans, und da hier die Mitglieder des HausesBourbon nicht fehlen zu dürfen glaubten, erschienen sie, worauf Cond«gefangen genommen und der König Anton wenigstens sorgfältig bewachtwurde. Es begann gegen Cond« ein Rechtsverfahren, in Folge dessener zum Tode verurtheilt wurde. Während die Hugenotten, seit sie eine