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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Spanien, Deutschland und Italien zur Zeit des Königs Philipp II.

stand verbreitete sich über Holland und Seeland, wo man auch jetzt sichnicht ausdrücklich von dem Könige lossagte, sondern nur Oranien, denAlba abwesend hatte zum Tode verurtheilen lassen, als den rechtmäßigenStatthalter zurückforderte. Geldern nahm Oranien selbst in Besitz undin den nördlicheren Provinzen begann, da sich rasche Erfolge nicht er-gaben, ein kleiner Raubkrieg. Zugleich fielen von Süden Ludwig vonNassau und Parteigänger aus den französischen Protestanten in das Landein und besetzten Mons. Während nun Alba diese Stadt belagerte,kam Oranien von Neuem aus Deutschland, nahm Mecheln weg, konntesich aber in Brabant, wo der von den Geusen und den deutschen Söld-nern räuberisch geführte Krieg gescheut wurde, nicht halten und mußteauch Mecheln, das mm hart zu büßen hatte, wieder an Alba übergehenlassen. Der Hauptschauplatz des Krieges wurde nun Oranicns ehe-malige Statthalterschaft, und die beiderseitigen Truppen wetteiferten inVerübung von Greueln, da überall, wohin Oraniens Truppen drangen,ihr Kampf nicht bloß den Spaniern, sondern auch der katholischen Be-völkerung galt, und die Spanier, wo sie eine Stadt eroberten, grausameRache an deren Bevölkerung nahmen. Indessen hatte der König ein-gcschen, daß Alba zur Negierung des Landes nicht geeignet sei, unddemselben schon, als zuerst die Ruhe hergestellt war, einen Nachfolgerin der Person des Herzogs von Medina Celi gegeben. Dieser kamaber erst an, als der durch die neue Auflage hervorgcrufene Krieg invollem Gange war. Da er zur See ankam, ward ihm von Seelandaus so viel Hinderung bereitet und Verlust zugefügt, daß er gar nichtals Statthalter anftreten konnte.

5. An Alba'ö Stelle trat der bisherige Statthalter von Mailand,Zuniga y Nequesens, der für einen einsichtigen Staatsmann galt undAlba's Verfahren oft getadelt hatte. Ihm hinterließ Alba im Jahre1573 das Land in traurigem Zustande, ohne daß der König die Mittelzu kräfligcm Auftreten gewähren konnte. Für ein günstiges Erg ebnißder von dem neuen Statthalter versuchten Unterhandlungen war esjetzt schon zu spät. Dagegen erfocht derselbe im Jahre 1574 über denvon Deutschland aus von Neuem einbrechenden Ludwig von Nassaueinen Sieg ans der Heide von Mook im Geldern'schen. Im fernerenFortgänge des Krieges schritt er zur Belagerung von Leyden, das sichmit der äußersten Anstrengung wehrte und mittelst Durchstechens von Däm-men die Spanier vertrieb und sceländischen Schiffern die Zufuhr mög-lich machte. Als Lohn ihres Ansharrens erhielt die Stadt im fol-genden Jahre nach eigenem Wunsche eine Universität, die in der Folgesehr ansehnliche wissenschaftliche Kräfte an sich zog und eine Hauptstützedes Calvinismus wurde. Die Sache der Aufständischen verbesserte sichim Jahre 1575 durch den Tod des Statthalters, und da der Unfug