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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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628 Die Kirchentrenimng in England, im Norden und in Polen. s

wig-Holstein, trat bewaffnet gegen ihn auf und wurde von den Jüt-ländern als König anerkannt, worauf Christian, der es nicht auf Ent-scheidung der Waffen ankonnncn lassen wollte, in der Hoffnung, denThron mit fremder Hülfe wieder zu gewinnen, das Land verließ undso den Uebergang der Inseln zu dem neuen Könige beschleunigte. DieHoffnung, an der Spitze der von ihm bisher begünstigten lutherischenPartei in seinem Reiche wieder festen Fuß zu fassen, sah Christian ver-eitelt, da Friedrich (15231533) nun selbst als Beschützer dieser Partei ^auftrat und mit den im Fortgange der kirchlichen Bewegung eingezogenenGütern den Adel für sich gewann. Obgleich er bei seiner Erhebung,zu welcher die Bischöfe mitgewirkt, in einer Wahlkapitulation die Er- !Haltung der katholischen Religion gelobt hatte, bewirkte er im Jahre1527 auf dem Reichstage zu Odense eine Gleichstellung der lutherischenLehre mit der katholischen, wodurch die Anhänger der erstereu hin-reichende Sicherheit erhielten, um gegenüber einem zur Vertheidigungseiner Lehre nicht geeigneten Klerus die weitere Umwandlung mit Erfolgzu betreiben. Nun suchte Christian bei seinem Bemühen um Wieder-eroberung des Reiches durch Auschließcn an die katholische Partei eineStütze zu gewinnen und landete mit brandenburgischer und braun-schweigischer Hülfe im Jahre 1531 in Norwegen, wo er sich in Opslo,dem späteren Christiania, eine Zeitlang behauptete. Doch er wurdenicht bloß von den Dänen, sondern auch von den Schweden, deren !König durch einen Frieden mit Friedrich die Anerkennung der schwe- jdischen Unabhängigkeit erhalten hatte, dort angegriffen, und ließ sichbewegen, sich zu persönlicher Unterredung mit seinem Oheim nach Däne-mark zu begeben, worauf dieser ihn nach dem Nathe schwedischer undlübeckischer Abgeordneten festhielt, um ihn für die Zeit seines Lebensauf der Insel Alsen in enger Hast zu verwahren. Hier lebte er nochzur Zeit, da Friedrich starb, und als der katholische Theil der Ständeder Wahl von Friedrichs Sohne Christian, der als eifriger Anhängerder neuen Lehre bekannt war, sich widersetzte, und die Regierung voneinem Reichsrathe geführt wurde, benutzte die Stadt Lübeck, die ihrenEinfluß in Dänemark wiederzugewinnen und dem niederländischen Han- 'del die Ostsee zu verschließen trachtete, den Namen des Gefangenen,um einen Krieg zu beginnen. Wirklich wurde Kopenhagen erobert, aberdie Widerstandskraft Dänemarks wuchs, als Christian III. zum Könige(15341559) gewählt wurde. Nachdem er bis zum Jahre 1536Herr des Reiches geworden war, verhalf er der neuen Religion, diesein Vorgänger der alten gleichgestellt hatte, zur Alleinherrschaft. Diebischöfliche Würde wurde abgeschafft, und nur der Name ging auf dieKirchenvorsteher über, welche nach einer von dem Reichstage zu Odenseim Jahre 1539 genehmigten Kirchenordnung eingesetzt wurden. Das